Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Technik der Malerei
Person:
Schultze-Naumburg, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1645064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1646503
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.1 (-1 i? ,l die Farbe sehr fett oder magerer zu ver- 
4 Q wenden. Es lässt sich dann entweder mit 
weiterem reinen Wasser verdünnen oder 
74 51 I- Q Ä auch weitere Emulsion, dick oder verdünnt, 
als Malmittel zuzusetzen. Ist der XNasscrzusatz zu gering, die Emul- 
sion zu "stark", so springt die Farbe gleich nach dem Trocknen; 
ist er zu gross, die Emulsion an Oel zu arm, so ist die Farbe nach 
dem Wegtrocknen des Bindemittels nicht genügend gebunden, löst 
sich unter Wasser sofort wieder auf. Emulsion auf der Palette zu- 
gesetzt, verbindet sich nicht gut mit der Farbe. (Statt Wasser habe 
ich reinen Essig verwendet und keine nachteiligen Folgen be- 
merkt. Damit präparierte Farben hielten sich ein Jahr, ohne zu 
faulen). Auch reines Eigelb, mit mehr oder weniger Wasser ver- 
dünnt, erweist sich als ein äusserst angenehmes Malmittel, das das 
Perlen der Farbe auf fettigem Malgrund verhindert. 
r 52:? v! Als Malgrund wird am besten ein stark 
' 9 geleimter und ganz weisser Kreidegrund 
Q ; verwendet. Da eine gute Seite der Farbe 
7, {In i; x? ihre Durchsichtigkeit ist, sollte man auf 
den Vorteil einer Durchleuchtung vom hellen Grund hier nicht 
verzichten. Doch kann auch Oelgrund genommen werden, auf dem 
Emulsionsfarbe fast immer gut, ohne zu perlen, haftet. Das Perlen 
kommt bei Eitempera fast gar nicht vor, oder nur, wenn sie zu stark 
mit Wasser verdünnt ist, bei Gummitempera leichter, sogar über 
einer sehr stark getrockneten Schicht Gummitemperafarbe, noch 
mehr über Firnis. Es kann durch ein Anreiben mit verdünnter 
Ochsengalle vermieden werden. Doch gewöhne man sich nicht zu 
sehr an das bequeme Mittel der Ochsengalle (die selbst wieder nichts
        

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