Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dürer
Person:
Thausing, Moriz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1652248
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1655147
Gelehrte Freunde, 
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ohne {ich noch durch die theologifchen 
machen zu laffen, die von Zeit zu Zeit 
zwifchen warfen. 
Streitigkeiten irre 
ihre Schatten da- 
Cornelius Grapheus erwähnt eingangs des oben an- 
geführten Empfehlungsbriefes noch eines längeren Briefes, 
den er fchon früher an Dürer gerichtet hatte, und zwar im 
Namen ihres gemeinfamen Freundes Thomas Bombelli. 
Wir haben aber auch noch ein anderes werthvolles Zeugnifs 
dafür, dafs Dürer mit feinen in den Niederlanden gewonnenen 
Freunden nicht ganz aufser Verkehr blieb. Es ift ein Brief 
des englifchen Hofaftronomen Niklas Kratzer an Dürer und 
deffen Antwort darauf. Die Anwefenheit eines Nürnbergers 
des Namens Hans Pömer, wie ich glaube, giebt Kratzer 
Veranlaffung Dürer zu fchreiben; da fie alle in Nürnberg 
evangelifch feien, wünfcht er ihnen zunächft Ausdauer und 
Gottes Beiftand im Kampfe. Sodann verlangt er von 
Dürer die Zeichnung oder von Pirlcheimer die Befchreibung 
eines geometrifchen Infirumentes, von welchem ihm Dürer 
in Antwerpen erzählt hatte. Auch will er wiffen, was 
Dürer für ein Exemplar aller feiner Stiche verlange und 
was es Neues gäbe zu Nürnberg in feinem Fache. Er er- 
kündigt {ich nach dem Nachlaffeeines kürzlich verftorbenen 
Aüronomen Namens Hans, auch nach den Geräthen und 
den Holzformen des Stabius. Er hofft Pirkheimer bald mit 
einer Landkarte von England zu überrafchen, das Ptolomaeus 
nicht bekannt war. Noch bittet er um Antwort und um 
den Holzfchnitt, welcher Stabius 
Schließlich verfäumt er nicht die 
als St. Koloman darfcellt. 
Frau Dürers nochmals zu 
grüfsen. 
Die 
beiden 
Briefe 
lauten : 
Niklas 
Kratzer 
2111 
Dürer 
(London, 24. October 1524.) 
kunfireichen Albrecht Durrer purger zu Norexxperg, 
Frendt. Norenberg. 
nDEITl erfamen vnd kunür 
meinem lieben hern vnd frendt, 
I) Das Original befindet lich im 
Belitze von H. Lempertz in Köln 
und wurde mir auf's freundlichfle zur 
Verfügung geüzellt, Aus der Schreib- 
weife Geht man , dafs Kratzer des 
Deutfchen fchon ziemlich emwöhnt ifl.
        

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