Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dürer
Person:
Thausing, Moriz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1652248
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1653561
und 
Selbülaorträt 
Monogramm. 
athmen, die Freude an der eigenen, herrlichen Perfönlich- 
keit könnte bei jedem anderen eher übel verfianden werden, 
als bei Dürer. Er ift darin ganz nur das Kind feiner Zeit. 
Die unbefangene Schilderung feiner felbft iPc noch weit 
genug entfernt von der prahlerifchen Ueberhebung gleich- 
zeitiger Humaniften, wenn auch freilich noch viel weiter von 
der falfchen Befcheidenheit und von der photographifchen 
Gefchmackloligkeit unferer Tage. Die Geltung der Perfön- 
lichkeit, welche das Zeitalter der Renaiffance und Refor- 
Ination inaugurierte, tritt eben bei Dürer mit aller Macht 
in ihre Rechte ein, und Hand in Hand mit dem gehobenen 
Selbftgefühle geht das Streben nach äufserer Ehre, das 
Ringen und Sorgen um künftigen Ruhm. Beide fpecififch 
modernen Stimmungen wachfen in Dürer mit feinem Genius 
grofs; fie begegnen {ich fchliefslich in der Art, wie er feine 
H-Eltlptbilder bezeichnet. Frühzeitig fchon verfah er manche 
feiner Zeichnungen mit den beiden nebeneinander ftehenden, 
Oft_ galll kleinen Anfangsbuchftaben feines Namens, wie die 
Belfpiele von 1485 bis 1496 zeigten. In der Regel aber 
bßglßichnete er in diefer erften Zeit feine Arbeiten gar nicht. 
Vlelen frühen Studien, die er fo unbezeichnet aufbewahrt 
halte, fügte er nachträglich noch fein fpäteres Monogramm 
bel, Zuweilen auch ganze Auffchriften, die auf ihre Ent- 
üehtlng Bezug haben. Befonders um das Jahr I 514 fcheint 
er e1ne folche Revifion feiner Zeichnungenmappe vorgenommen 
zu haben- Erft von 1496 auf 1497 nahm er das bekannte 
iIOZZgYQ-Smpä das in ein gröfseres gotifches A eingefchloffene 
unfchginbäiäjmAvergifst' er nicht leicht, es Jeder, auch der 
Jahre 1503 füllt rbeit mit auf den Weg zu geben. Mit dem 
Jahreszahl beig indem Monogramme regelmafsig auclrdie 
oder fonm 6,513 Äwar fteht diefelbe, wenn nicht räumliche 
dem Handäeich aC Cn es hindern, immer unmittelbar über 
 en- Pirkheimer hatte ihm gerathen, gleich 
ne Werke mit feinem Namen zu bezeichnen 1). 
152g fcäljlilgiil Igiääfäiä.  L. Cranach, I. 34. 
799
        

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