Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dürer
Person:
Thausing, Moriz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1647765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1648743
Die Familie. 
fecitr begleitet ift Proger iPc vielleicht blofs ein Beiname, 
der auf die Einwanderung oder doch Herkunft von Prag 
hinWeiPc. Hier {ein Zeichen mit Motiven des bei ihm beliebten 
Blattwerkes: 
 Q 
Wir haben die Gefchichte von Dürers Familie von 
vornherein erledigt, um fortan um fo ungeftörter bei feiner 
eigenen Perfönlichkeit verweilen zu können. Es liegen keine 
Anzeichen dafür vor, dafs die beiden zuerft geborenen Kinder 
Dürers des Aelteren ihre erften Lebensjahre überdauert 
hätten. Albrecht, der Drittgeborne, war wohl fchon früh- 
zeitig der ältefte feiner Gefchwifter; ein Grund mehr, dafs 
die Hoffnungen des Vaters insbefondere auf ihm ruhten und 
ihm eine verhältnifsmäfsig beffere Erziehung zu Theil wurde. 
Dürer felbft erzählt: wund fonderlich hatte mein Vater an 
mir ein Gefallen; da er fah, dafs ich Heifsig in der Uebung 
zu lernen war; darum liefs mich mein Vater in die Schule 
gehen, und da ich Schreiben und Lefen gelernt, nahm er 
mich wieder aus der Schule und lehrte mir das Goldfchmied- 
werkr. Wie Johann von Miltenberg, geb. 1478, in feiner 
Heimath, mag der kleine Dürer aufser einigen lateinifchen 
Vocabeln wenig Pofitives in der Schule gelernt haben. Wie 
mangelhaft aber auch der öffentliche Unterricht damals ge- 
wefen fein mochte, für ein fo begabtes Kind, wie der kleine 
Dürer, war der Schulbefuch von entfcheidender Wichtigkeit. 
Das Talent braucht fortwährende Erziehung und Anleitung 
bis zu den Höhen feiner einftigen Thatigkeit; der Genius 
in feinem raftlofen Drange bedarf blofs eines erften An- 
Pcofses, einer frühen Befreiung aus geifliger Hilflofigkeit, 
alles andere fucht und Endet er felbft auf. Dürer verlangt 
auch nachmals von der Vorbildung eines Knaben, welcher 
der Malerkunft gewidmet wird: xdafs er recht lefen und
        

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