Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dürer
Person:
Thausing, Moriz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1647765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1648594
Abftammung. 
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Sattler und der jüngPce, Johannes ftudierte und lebte lange 
als Pfarrherr in Grofswardein. Albrecht, der Goldfchmied, 
kam nun auf feiner Wanderfchaft nach Deutfchland, und 
nachdem er längere Zeit bei den grofsen Künftlern in den 
Niederlanden gearbeitet hatte, endlich zu guter Stunde nach 
Nürnberg. Am felben Tage feierte Herr Philipp Pirkheimer, 
der Sohn einer der angefehenften Familien der Stadt Hoch- 
zeit auf der Vefte, und es gab einen grofsen Tanz unter 
der breiten Linde des Burghofes. Die fröhliche Fefilichkeit, 
in der ihm die Stadt zuerft erfchien, mochte dem Wander- 
burfchen als ein günftiges Vorzeichen für fein Verbleiben 
erfchienen fein, fo dafs er in der fchlichten Aufzeichnung 
feiner Familienbegebenheiten des Umftandes nicht vergafs; 
deutlicher aber belehrte ihn, den jungen Goldfehmied, wohl 
"der Glanz, den die geladenen Gäfte aus den rathsfahigeil 
Gefchlechtern bei diefer Gelegenheit entfalteten, das reich- 
liche Silbergefchirr, das in Nürnberg keiner Befteuerung 
unterworfen war, dafs hier ein goldener Boden für fein 
Handwerk fei. Das aber konnte er damals noch nicht 
ahnen, dafs fein Name einft an der Seite des eben gefeierten 
glänzen, ja diefen noch überftrahlen werde. 
Der zugewanderte Goldfchmied fand dauernde Be- 
fchäftigung bei einem angefehenen Meifter feiner Zunft, 
Hieronymus Holperl). Derfelbe erfcheint 1461 unter den 
vier Meiftern, die vom Rath zu Gefchworenen ihrer Genoffen- 
fchaft ernannt werden, und wird gleichzeitig als wSilber- 
wägen genannt. Seine Gefellen mögen ihm nicht blos in 
der Werkftatt, fondern auch in feinem öffentlichen Amte 
redlich beigeftanden haben, denn fchon im folgenden Jahre 
wird er vom Rathe angewiefen, die Gebühren deffelben, 
I) Lochner lieferte im Nürnberger 
Correfpondentelm vom 18. Aug. 1858, 
Nr. 421, den Nachweis aus Archi- 
valien, dafs der bisher angenom- 
mene Name vHallem in der einzigen 
vorhandenen fpäteren Abfchrift der 
Familienchronik nur aus einem Lefe- 
fehler entPcanden fein kann. Am we- 
nigfien durfte man hinter dem Meiüer 
ein Mitglied der Patrizierfamilie Hallel- 
fuchen.
        

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