Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dürer
Person:
Thausing, Moriz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1647765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1648409
erfleu 
deutfchen 
Malerfchulen, 
Kunftfchule, wie die des Meifters E S von 1466, ohnc 
bisher nachweisbare Uebung der Malertechnik fortfchreiten 
und der aus ihr hervorgehende erfte bedeutende Maler Ober- 
deutfchlands, Martin Schongauer zu Colmar, erfcheint fait 
nur als Kupferftecher thätig. 
Unabhängig von den Gewalten in Kirche und Staat 
und im Einklange mit dem vorwärts treibenden, aus den 
alten Feffeln {ich losringenden Volksgeifte haben alfo Holz- 
fchnitt und Kupferfiich in Deutfchland ihre erfte Blüthe 
entfaltet. In ihnen gewannen die Beftrebungen der neuen 
Zeit zuerft Ausdruck und Geftalt; und wo {ich dielelben im 
Volke am kräftigften regten, in Franken, in Nürnberg, da 
mufsten auch die populären zeichnenden Künfte ihren höchften 
Auffchwung nehmen. Nur die Erwägung diefer Verhältniffe 
kann uns zur richtigen Würdigung unferes Gegenftandes führen; 
denn dürften wir von der vorherrfchenden Stellung des Kupfer- 
ftiches und Holzfchnittes in der deutfchen Malerei des XV. 
und XVI. Jahrhunderts abfehen, wir Fanden keinen Schlüffel, 
die wahre Bedeutung Nürnbergs und die Stellung Dürers in 
der Kunftgefchichte zu erklären.
        

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