Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dürer
Person:
Thausing, Moriz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1647765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1650040
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VII. 
Die 
Malerwerkfiatt ; 
Gefallen und 
Fälfcher. 
hat. Unfere einzige Quelle lind eine Reihe mehr oder minder 
ausgeführter Schulbilder, aus denen bald Diefer bald jener 
uns anfprechen will; es flnd die Erzeugniffe einer frucht- 
baren Werkfiatt, die noch nicht von der Leuchte des 
Ruhmes erhellt wird, in die uns aber zahlreiche dünne 
Fäden immer Wieder zurückführen. In ihr bildeten {ich 
Männer weiter, die wir zwar einzeln nicht eigentlich Dürers 
Schüler nennen dürfen, die wir aber uneigentlich unter dem 
Namen der älteren Schule Dürers zufammenfaffen könnten. 
Es lind vornehmlich Maler und Zeichner für den Holzfchnitt, 
von denen hier die Rede ift, im Gegenfatze zu jener fpäteren 
jüngeren Schule Dürers, die in noch loferem Zufammenhange 
mit dem Meifter fleht und {ich vorzugsweife mit der Pflege 
des Kupferfliches befafst hat. Nach Auflöfung feiner erflen 
Malerwerkßatt fcheint Dürer eben eine folche in gröfsereln 
Mafsflabe gar nicht wieder eingerichtet zu haben. Er kömmt 
von der fabrikmäfsigen Erzeugung von Votivbildern ganz 
ab, je mehr er in die eigenhändige Vollendung gröfserer 
Gemälde feinen Ehrgeiz fetzt, bis er endlich des Malens 
ganz müde wird. 
Im Gegenfatze zu der Art, wie Dürer feine fpäteren 
eigenhändigen Malereien immer deutlicher und felbftbewufster 
kennzeichnet, tragen jene früheren Schulbilder keine oder 
doch nur ungenaue Bezeichnungen, was die zeitliche An- 
ordnung diefer, ohnedies fchon fo ungleichen Arbeiten noch 
mehr erfchwert. Begnügen wir uns denn, den Bildwerken 
diefer Art den Zeitraum zwifchen der Entftehung des Dresdener 
und jener des St. Veiter Altares anzuweifen. Hieher gehörte 
wohl jene Abnehmung Chrifti vom Kreuze, welche Dürer 
dem ihm befreundeten Goldfchmiede Hans Glim gemalt haben 
foll, und welche diefer in der Predigerkirche aufhängen liefs 
van die Säule der rechten Hand neben den Predigtftuhlr 1). 
Sein Sohn verkaufte das Bild an Hans Ebner (T 1553) und 
darnach kam es an Seballian und NVilibald Imhofß welcher 
Neudbrffer, 
Nachrichten, 
Campes 
Ausg,
        

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