Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Dürer
Person:
Thausing, Moriz
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1647765
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1648992
F amilienverhältnifTe. 
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in dem Haufe 496 auf der Sebalderfeite anfäfflg, in deffen 
Befitz NVolgemut nun durch feine Vermählung mit- Pleyden- 
wurffs Wittwe Barbara gelangt. Vielleicht arbeitete Michel 
Wolgemut fchon früher bei Hans Pleydenwurff, der möglicher- 
weife auch als fein Lehrer anzufehen ift. Wenn er den 
Hofer Altar bereits in Nürnberg gemalt hat, fo könnte dies 
Wohl nur in deffen Werkflatt und auf deffen Rechnung ge- 
fchehen fein. Auch nach feiner Verheirathung führt Wolgemut 
das Gefchäft für gemeinfame Rechnung mit der Familie Pley- 
denwurffs weiter. Den einen feiner drei Stiefföhne, Wilhelm, 
bildete er f elbft zum Maler heran und theilte mit ihm die Arbeit 
an der Schedeffchen Weltchronik; 1490 bis 1494 erfcheint 
derfelbe als Meifter in den Bürgerbücheril 1). Schon am 
4. Februar 1495 aber wird in einem Vertrage zivifcheil W ol- 
gemut und feiner Gattin Wilhelm Pleydenwurff als verftorben 
aufgeführt und zugleich hervorgehoben, dafs ihm ßbCi feinen 
Lebzeiten allerlei Gutthat von ihnen beiden widerfahrene. 
Er hinterliefs eine Wittwe Namens Helena und ein Töchter- 
lein Magdalena. Helena Pleydenwtirffin erfcheint iI495 neben 
Michel Wolgemut in den Steuerbüchern, ein Zeichen, dafs 
fie das Gefchäft des verftorbenen Gatten noch fortführt; doch 
heirathet fie fpäter wieder, einen Simon Zwelffer. Sie war 
die Tochter des Apothekers Dominicus Mülich, über deffen 
verwaiite Familie Wolgemut kurze Zeit die Vormundfchaft 
führt. Am 4. Auguft 1501 wird er über die Führung der- 
felben, wie über die Rechnungslegting von fämmtlichen 
Familienmitgliedern quittiert; da gefchieht unter denfelben 
eines Kindes Erwähnung: ßHänsleins Mülich, des jüngeren 
Dominicus Mülichs fel. Söhnleinsa, hinter dem wohl niemand 
anderes, als der nachmals bekannte Münchener Hofmaler 
Hans Mielich oder Mülich zu fuchen wäre; denn die Familie 
wanderte fpäter, als gut katholifch, aus Nürnberg aus und 
vermuthlich nach München. 
Die 
LaPc , 
welche 
M ichel 
Wolgenlut 
die 
Unterhaltung 
v. Murr, 
Journal, 
I34ff. 
23 ff.
        

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