Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1660115
Abschnitt. 
Werke 
Die 
Goldschmiedekux 
Der Kopfreif der Frauen entartete dann später ebenfalls zu einem 
schweren, aus einzelnen Metallgliedern mit Scharnieren zusammen- 
gefügten Reif, der mit dem Rittergürtel die gröfste Ähnlichkeit hat. 
Von einem Behang der Reifen mit Münzen in der Art, wie wir es 
schon beim griechischen Kopfschmuck kennen lernten, weil's Viollet 
Beispiele aus dem frühesten Mittelalter vom Süden Frankreichs anzu- 
führen, die er als byzantinische Tradition bezeichnet. 
Endlich sei noch eine dem Mittelalter eigentümliche Bereicherung 
des Kostüms erwähnt: Der Behang mit Schellen, die ebensowohl 
die noch heute übliche Form hohler Kugeln, wie diejenige kleiner 
Glöckchen hatten. Wenn dieser Schmuck auch in der Geschichte 
Ulrichs von Lichtenstein schon um die Mitte des I3. Jahrhunderts 
erwähnt wird, so finden wir ihn allgemein doch erst in dem reichen 
und gesuchten Kostüm des I5. jahrhunders. Beispiele linden sich bei 
Hefner-Alteneck; so auf den Berliner Gobelins vom Anfang des 
I 5. Jahrh. (Tafel 224), wo eine wahre Verschwendung dieses be- 
denklichen Schmuckes erscheint, der an Hals und Gürtel getragen 
wird; auf einer Weimarer Miniatur (Tafel 272), welche den Saum 
des Lendners damit besetzt zeigt, und endlich auf dem Grabstein 
Ludwigs von Hutten (1414), Taf. 240, mit dem schellenbesetzten 
Gürtel.
        

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