Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1659913
2 schnitt. 
Die Werke 
Goldschmiedekunst. 
Hier sind die Glieder oval, mit Filigranornament, das mit blauem 
und grünem Email ausgefüllt in der Mitte einen roten Stein um- 
schliefst; die Verbindungsglieder bilden den beliebten herakleischen 
Knoten. Eine andere Gattung stellt ein ebendort befindliches goldenes 
Armband dar,. dessen fest aus Blech gebildeten, rund gebogenen 
Hälften mit Scharnieren an einem rechteckigen Schloss befestigt sind; 
das Ganze mit Filigran und Rosettchen besetzt. Die zweite Gattung 
von Armbändern ist diejenige, welche am Oberarm getragen wurde. 
Mochte sie im Frauenschmuck auch schon zur ältesten griechischen 
Zeit vorkommen, so haben wir in ihrer Aufnahme durch die Männer 
bei den Römern wieder den Einiiuss der germanischen oder gallischen 
Kriegsvölker zu sehen, bei welchen der Oberarmring, wenn nicht eine 
Art Verteidigungswaffe, doch ein ursprünglicher Bestandteil des kriege- 
rischen Schmuckes bildete. So wird in späterer Zeit dieser Armring 
ein beliebtes Geschenk der Kaiser an besonders tapfere Söldlinge, 
Fibula etruskischer Herkunft aus der Sammlung Campana. 
eine Art Tapferkeitsmedaille, die viel begehrt und umstritten wurde. 
Ihre Form ist typisch: ein nicht geschlossener, federnder Ring, der 
meist in zwei Tierköpfe endigt, oder eine Spirale, die natürlich am 
liebsten die Schlangenform annimmt, und sowohl massiv wie in 
elastischem Golddraht-Gewebe vorkommt. 
Eine besondere Gruppe unter den antiken Schmuckgegenstänclen 
bilden die Nadeln, sowohl diejenigen, welche zum Schmuck des 
Haupthaares der Frauen verwendet wurden, als auch die Gewand- 
nadeln, die unseren Broschen entsprechend in vielen Fällen die 
Stelle der Knöpfe und N esteln zu vertreten hatten. Die erstere Gat- 
tung, welche sich als reiner Schmuckgegenstand charakterisiert, findet 
ihre künstlerische Ausbildung nur am Knopf, der uns in äufserst 
phantasiereichen Bildungen entgegentritt, von der einfachen mit Filigran 
verzierten Kugel bis zur ausgebildeten Blütenknospe und zierlichen 
F ruchtform, von der symbolischen Hand und dem Tierkopf bis zur minu- 
tiösen Figurengruppe. (Fig. 2 5.) Die Heftnadel, fibula, ist zunächst ein
        

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