Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1659602
Schmuckmittcl: 
Die 
Kameen  
Edelsteine, 
Malachit, hell spangrün gefärbt und mit interessanter, nierenförmiger 
Aderung. Endlich ist noch der Nephrit zu erwähnen, dessen be- 
deutende Härte (6 bis 7) die Chinesen nicht hindert, diesen milchigen, 
blassgrünen Stein zu allerhand kostbaren Gefäfsen, Kleinskulpturen, 
Säbelgriffen und dergl. zu verarbeiten. 
   
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Mit der Farbenpracht und der reizvollen Lichtbrechung der Edel- 
steine hat sich die Anwendung derselben nicht begnügt; man hat 
zu allen Zeiten die Edelsteine als Material der Kleinplastik verwendet, 
die um so höher im Wert und Ansehen stand, je mehr Schwierig- 
keiten die Härte des Materials der künstlerischen Verarbeitung ent- 
gegensetzte. Vielleicht waren es die als Talismane getragenen Edel- 
steine, die mit bestimmten Schrift-Charakteren oder hieroglyphischen 
Zeichen versehen wurden, die zuerst auf 
das Einschneiden von Figuren führten.  
Jedenfalls haben sämtliche Völker des Alter-  5, 
tums, Ägypter, Phönizier, Perser, Hellenen  
und Römer den künstlerischen Steinschnitt    
gekannt und teilweise mit einer Meister- Qßt-Syjlitßgtisr;  
Schaft geübt, welche die Reste aus jener agil?    
Zeit heute zu den gesuchtesten und wert-      
vollsten Sammlungs-Objekten macht. Die  "qßfßfl" 
ursprünglichste Verwendung geschnittener  
Steine finden wir wohl zur Verzierung der i" 
Fingerringe, womit die Verwendung der- 5'  
selben als Siegelringe Hand in Hand ging. "U 
Aber auch als selbständiges Schmuckwerk, Fig. 9. Renaissance-Cameo. 
namentlich der F rauenkleidung, als Mantel- 
schlieisen, zum Besatz von Waffen sowie von Trinkgefäfsen aus 
Edelmetall finden sie in der alten Welt Verwendung. Das Mittel- 
alter, welches zunächst auch hier das Erbe des Altertums antritt, ehe 
es zu eigenen Produktionen übergeht, findet dann in seinem Kirchen- 
gerät die mannigfachste Verwendung für antike geschnittene Steine, 
deren Darstellungen oft in einem beachtenswerten Kontrast zu ihrer 
Bestimmung stehen: die metallenen Einbände der Kirchenbücher, 
Kelche, Kreuze, Bischofstabe, Reliquiarien und endlich die Schaustücke 
der Priester- und Levitenkleidung bieten Gelegenheit genug zum Be- 
satz mit geschnittenen Steinen. 
Bemerkenswert ist, dass der Kunstwert geschnittener Steine, der 
den Ausdruck des künstlerischen Gedankens auf kleinstem Raum zur
        

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