Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1659594
Abschnitt. 
Die 
Technik. 
Ranges ist die gelbe (mit Stich ins Bräunliche) Varietät des Quarzes, 
welche Goldtopas genannt wird. 
Ein Edelstein, welchen der Juewlier mit besonderem Vorteil 
wegen seiner ungewöhnlichen Lichtbrechung zu verwenden weil's, ist 
der Opal. Er hat auf seiner milchweifsen bis bläulichen Oberfläche, 
die nie facettiert, sondern stets mugelig geschnitten wird, die Fähig- 
keit, Regenbogenfarben entstehen zu lassen, welche das sogen. Opali- 
sieren erzeugen. Er wird in Nord-Ungarn, Guatemala und Süd- 
Australien gefunden. Von den Quarzen, die alle zur vierten Rangklasse 
der Edelsteine gehören, interessieren uns besonders der Berg- 
kristall, der Rauchtopas mit der bekannten, wie durch Rauch 
bewirkten bräunlichen Trübung, und der schön violett gefärbte 
Amethyst. Neben diesen den kristallisierten Quarzen zugehörigen 
Steinen werden von den nichtkristallinischen oder derben Quarzen noch 
der Aventurin und das Katzenauge zu Schmuckzwecken häufiger 
verwendet; ersterer ein brauner Stein, in welchen glänzende Glimmer- 
schuppen eingeschlossen sind, letzterer grau bis grün mit der bekannten 
optischen Erscheinung eines bläulichen seidenartigen Schimmers, der 
den rnugelig geschnittenen Stein in einer geraden Linie überzieht. 
Ein ebenfalls geringwertiger, aber sehr beliebter Stein ist der 
Granat, von tiefroter bis brauner Färbung, dessen edlere Varietäten 
auch Almandin genannt werden; ebenso der undurchsichtige, aber 
wegen seiner scharfblauen Farbe beliebte Turkis, bei welchem man 
den eigentlichen als „Turkis vom alten Stein" unterscheidet von dem 
blaugefärbten Zahnschmelz fossiler Tiere, welcher "Turkis vom neuen 
Stein" heifst. 
Um die Aufzählung der Edelsteine nicht allzu umfangreich werden 
zu lassen, wollen wir uns darauf beschränken, zum Schluss nur ganz 
kurz noch einige Halbedelsteine zu nennen, welche ihre Haupt- 
anwendung nicht in der Bijouterie finden, sondern mehr benutzt 
werden, um als Materialien der Kleinskulptur Träger einer künstlerischen 
Arbeit zu werden. Es sind vor allem die zum Gemmenschneiden 
vorzüglich verwendbaren Chalcedon-Arten, die in allen Farben- 
Nüancen und in grofser Mannigfaltigkeit der Zeichnung vorkommen. 
Der Onyx hat rote Farbe, die mit weilsen Lagen durchzogen ist, 
und wird mit Vorliebe zum Kameen-Schnitt angewendet. Besonders 
schön gezeichnet ist der Iaspis, vor allem der mit konzentrischen 
Ringen verschiedener Färbung durchzogene Nil-Jaspis, sowie die 
verschiedenen, der gleichen Gruppe angehörigen Achate. Unter diesen 
zeichnet sich der Band-Achat durch eine Zeichnung mit parallelen 
Farben-Streifen, der Moos- oder Baumachat durch dunkle Äderchen 
aus, welche täuschend die im Namen genannten Formen annehmen, 
Zwei Halbedelsteine, welche wegen ihrer ausgesprochenen Farbe reichste 
dekorativer Wirkung haben, sind der Lasurstein (lapis lazuli) von 
tiefblauer Farbe, oft mit goldenen Pünktchen durchsetzt, und der
        

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