Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1661936
268 
Abschnitt. 
der Goldschmiedekunst. 
Werke 
Die 
Meistern der Renaissance befähigt, auch die Erfindung ihrer Arbeiten 
selbst zu übernehmen. Da wir durchaus keine Kritik, sondern nur 
eine kurze historische Skizze beabsichtigen, so seien einige der be- 
deutendsten hier nur kurz aufgezählt: Schwarz, der in Wien als 
Lehrer am k. k. österr. Museum wirkt; Rudolf Meyer, bis 1886 in 
Stuttgart, jetzt in Karlsruhe; Wilh. Widemann, in München und 
Rom ausgebildet, jetzt in Frankfurt a. M. In München die Professoren: 
Fritz von Miller und Halbreiter, sowie eine Zahl tüchtiger, selb- 
ständig arbeitender Ziseleure, unter denen Wollenweber, Winter- 
halter, Theod. Heiden, L. Leigh hervorgehoben seien. In Cöln 
arbeitet Hermeling in treuem Anschluss an alte Techniken; in Hanau 
leitet Offterdinger, ein Schüler R. Meyers, die Ziselierschule. 
Schönen Erfolg haben auf den jüngsten Ausstellungen auch einige 
gröfsere Goldwarengeschäfte davongetragen, die ihre Bestellungen durch 
die namhaftesten Ziseleure ausführen liefsen; so A. Schürmann in 
Frankfurt a. M., L. Posen ebendaselbst, Föhr in Stuttgart, Bacher 
in Wien und Elymaier in Dresden, der sich mit Erfolg in der 
Wiedergabe alter Bijouteriearbeit versucht. Bossard in Luzern reiht 
sich würdig den deutschen Meistern an. 
Neben diesen selbständig thätigen Goldschmieden, aus deren 
Werkstätten vorwiegend einzelne Kunstwerke hervorgehen, ist dann 
eine Reihe von Silberfabriken zu nennen, die für das Bedürfnis der 
grofsen Masse sorgen, durchweg aber, mit tüchtigen Künstlern in Ver- 
bindung stehend, Fühlung mit den künstlerischen Fortschritten der 
Zeit behalten. Als erste heben wir aus der grofsen Anzahl hervor: 
Koch 8z Bergfeld und Wilkens in Bremen, Bruckmann in Heil- 
bronn, und schließen ihnen die Erwähnung der Industrie-Zentren 
an, die vornehmlich in Juwelierarbeit thätig sind: unter diesen ver- 
tritt Hanau, zur Zeit über 200 selbständige ]uwelierwerkstätten und 
mehrere Silberwarenfabriken zählend, die wertvollere Gattung der 
künstlerischen Einzelarbeit, Xvährend Pforzheim und Schwäbisch- 
Gmünd mehr die fabrikmäfsige Massenproduktion betreiben. 
qäffiänliläüaXiä  
   
     
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.