Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1661816
256 
Abschnitt. 
Die Werke 
Goldschmiedekunst. 
der 
speziell der Silberschmiedekunst gewidmeten, sondern auch die „Caprices 
a divers usages" die Beachtung der Goldschmiede verdienen. 
Pierre Germain, „der Römer", geb. 1716 zu Marseille, "tzu Paris 
1784, ist mit dem oben genannten Germain oft verwechselt worden. 
Ein Aufenthalt in Rom ist bei ihm nicht nachzuweisen; doch war er 
raktisch als Goldschmied thätig und veröffentlichte in den "Elements 
iiorfevrerie" das bedeutendste Werk über diese Kunst, welches Seine 
Zeit aufzuweisen hat. Es besteht aus zwei Teilen von je 50 Tafeln. 
 Ein Sammelwerk, auf dessen 255 
(I'm Tafeln nach Marot, Le Pautre, Le 
 Roux, Berain u. a. sich auch eine 
 Anzahl Zeichnungen für Silber- 
 schmiede und Juweliere befinden, 
 gab Ch; A. Jombert unter dem 
vff f, f,  Titel Repertoire des Artistes 1,65 
 "i  "l- i"  heraiiiicii in a" h   
was  ie ollandische 
  Kunst hielt die Renaissance zu 
   Anfang des I6. Jahrhunderts ihren 
N Ü Y  Einzug und entwickelte sich in dem 
 T? politisch kräftigen und reichen Han- 
 X557: delsvolk, welches zu jener Zeit die 
x. „   [.554 gleiche Rolle im Weltverkehr spielte 
  wie heute die Engländer, zu einer 
w  1 stolzen und selbständigen Blüte. 
i)? "Ö Was die Goldschmiedekunst an- 
 hat;  langt, so haben wir ihre ersten Re- 
,7„„"däßlffeääräärw   naissance-Äufserungen auch hier auf 
i.  "den Werken der Maler zu suchen. 
K5 QÄWL   Eine merkwürdig reiche Ausbeute 
 Q3:  "f an schönen und phantasievollen, 
Fig. 144. Silbergefziss 31m einem Bilde durchaus der neuen Kunstrichtung 
des B. von Orlzvaglgiäinläügdtelschen Institut gpgehöfiqndeggldEdelFnetalä_ Geräten 
ieten ie i er eines wart von 
Groningen, Roger van der Weyden, Bernh. von Orley und nament- 
lich des Mabuse; bemerkenswert ist, dass der letztgenannte Meister 
nur in den Bildern seiner ersten Art, vor seinem italienischen Auf- 
enthalt, Ausbeute gewährt: ein Beweis, dass wir die Anregung zu 
diesen Renaissancebildungen nicht im Süden zu suchen haben. Leider 
sind, wie denn die holländische Kunstforschung bisher die Malerei 
einseitig bevorzugt hat, die Meister der zahlreichen und schönen Ge- 
fäfse und Geräte, die sich in Holland noch im Besitz von Privaten 
und Kirchen befinden, so gut wie gar nicht ermittelt worden; man 
erkennt nur, dass bei aller Verwandtschaft, welche diese Bildungen 
mit den gleichzeitigen deutschen und französischen YVerken haben,
        

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