Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1661678
242 
Abschx 
Werke 
Die 
Goldschmiedekunst. 
Für Reliquienbehälter ist wenig Bedarf; wo sie auftreten, sind sie in 
nichts als in den Vorwunen des figuralen Beiwerks von den Prunk- 
kassetten zu unterscheiden. Dagegen weist die deutsche Renaissance 
schöne Beispiele von Abendmahlskannen auf, die sich mit Rücksicht 
auf ihren kirchlichen Zweck meist von der lustigen Überladung der 
Silhouette freihalten und bei edlen, mafsvollen Gesamtformen in ihrem 
Decor sich auf religiöse Motive beschränken (Fig. 134). Ein Gleiches 
Kelch und Abendmahlskanne aus Brieg, 
gilt von den Taufbecken und Kannen; nur dass hier der Wunsch der 
Besteller  fürstliche oder reiche Patrizierfamilien, die das Gerät zum 
Hausgebrauch anschaffen  oft einen grofsen Reichtiun der orna- 
mentalen und symbolischen Ausstattung herbeiführt. 
 Die Abendmahlskelche halten sich in der Frührenaissance eben- 
falls noch in der Gesamtform des gotischen Kelchs: das Unterteil 
der kegelförmigen Kuppa, der im Sechspass gezeichnete Fufs und 
der entsprechend sechsteilige Knauf werden mit Renaissance-Ornament 
bedeckt: im I8. Jahrhundert treffen wir auch hier selbständige Bil- 
dungen, die aber kaum Verschönerungen zu nennen sind. Der Fufs, 
krcisrund, wird unmäfsig grofs, der Schaft übertrieben hoch mit schwach
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.