Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1659374
Abschnitt. 
Die 
Technik. 
des Überzuges auf kaltem oder warmem Wege; durch Verbindung 
des Überzugsmetalles mit Quecksilber (Amalgam) und Verdunstung 
des letzteren; durch Auflösung des Überzugsmetalles in einer Säture 
und Fällung des Metalls auf die Unterlage; durch Anwendung des 
letzteren Verfahrens unter Beihilfe des elektrischen Stromes. 
Das erste Verfahren, das Aufpressen oder Aufhämmern, wird uns 
bei der Besprechung der Tauschierkunst wieder begegnen; auch die 
modernen "Plattierungen" von Silber auf Kupfer werden in dieser 
Weise hergestellt. Das zweite, die eigentliche Feuervergoldung, ist 
seit der Römerzeit bis zum Anfang dieses Jahrhunderts das ver- 
breitetste, eigentlich das einzige gewesen, und wird noch heute ange- 
wendet, wenn an den Überzug die Anforderung grofser Solidität 
gestellt wird. Das Gold hat die Eigenschaft, sich dicht an seinem 
Schmelzpunkt mit Quecksilber zu einer butterweichen Masse, Amalgam, 
zu verbinden, die mit Bürsten auf die vorher blank geheizte Fläche 
des zu vergoldenden Metallkörpers aufgebracht wird. Unter Anwen- 
dung von Feuer wird nun das Quecksilber aus dem Amalgam ver- 
dampft: eine namentlich bei gröfseren Stücken für die Gesundheit 
der Arbeiter äufserst verderbliche Beschäftigung. da diese, um das 
Zusammenfliefsen des Goldes zu kleinen Perlen zu verhindern, während 
des Abdampfens den Überzug fortwährend mit Bürsten oder harten 
Pinseln verteilen müssen. Beiläufig sei bemerkt, dass diese bei der 
F euervergoldung erzeugten Goldperlen, wo sie  einmal von einem 
Arbeiter übersehen wurden, die täuschendste Ahnlichkeit mit  der 
perligen Oberfläche des galvanisch abgelagerten Metalls haben und 
dadurch gelegentlich ein durchaus echtes Stück in den Verdacht einer 
Fälschung bringen können. Beim Versilbern wird ein ganz ent- 
sprechendes Verfahren unter Anwendung von Silberamalgam befolgt; 
doch war dasselbe früher sehr wenig in Gebrauch und dürfte neuer- 
dings völlig durch die galvanische Versilberung verdrängt sein. Die 
galvanische Versilberung und Vergoldung beruht auf den gleichen 
Prinzipien, wie die galvanische Ablagerung überhaupt. Der Umstand, 
dass sie bei alten Arbeiten überhaupt nicht vorkommen, überhebt 
uns der Notwendigkeit, näher auf sie einzugehen. 
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