Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1661410
216 
Abschnitt. 
Werke 
Die 
Goldschmiedekunst. 
Um jedoch wieder zu den süddeutschen Meistern zurückzukehren, 
so haben wir neuerdings einen sehr produktiven Künstler, der mit 
den Buchstaben F. H. zeichnete, als F. (Friedrich oder Felix?) Hille- 
brandt kennen gelernt, der 1580-1 608(?) in Nürnberg arbeitete?) 
Eine Spezialität desselben scheinen Fassungen 
von Muscheln und Bekleidung von Silberbechern 
A! mit Perlmutterschuppen gewesen zu sein. Von 
ll letzterer Art enthält das Museum zu Cassel ein 
 schönes Stück unseres Meisters; ganz ähnliche 
 finden sich in der Wiener Schatzkammer und 
l im Rothschild-Museum. Das Grüne Gewölbe ent- 
 hält in gleicher Ausführung ein Rebhuhn und 
1 M] mehrere als Hahn und Henne gefasste Nautilus- 
 becher. Von diesen mehr für den Markt be- 
  stimmten Arbeiten unterscheidet Rosenberg jedoch 
 andere, hochkünstlerische Stücke, von welchen 
 31.54 er leider nur zwei, einen Satz Dutzendbecher 
 bei]. Boasberg in Amsterdam und eine St. Georgs- 
 gabel mit aufgesteckter Löffelkelle in der kgl. 
 Schatzkammer in München, anzuführen weil's. 
  Wir müssen uns darauf beschränken, von den 
 Meistern des I6. und 17. Jahrhunderts die- 
 jenigen einzuführen, Welche entweder durch ihre 
 Lebensumstände oder durch nachweisbare YVerke 
 noch heute für uns Interesse haben. Wenn wir 
 erfahren, dass vom Ende des I5. bis zur Mitte 
  des I7. Jahrhunderts nicht weniger als 607 Gold 
"   Schmiede in Nürnberg thätig waren, so ist viel- 
ß  leicht die Vermutung zulässig, dass weitere For- 
Aä- schung uns künftig noch mit anderen bedeutenden 
 Künstlern bekannt machen wird. Für jetzt haben 
 wir den bisher genannten nur noch wenige Namen 
 Nürnberger Meister hinzuzufügen. Krenberger 
 wurde vielfach von Kaiser Rudolf II. beschäftigt 
 und schliefslich, wie Paul von Vianen, an dessen 
15' Hof nach Prag gezogen. Die Wiener Schatz- 
Figma StjGeorgSgabe, kammer besitzt von ihm. eine Prunkkanne und 
delfgfksillillaligllägltilitäeirnztxller Schüssel. Von jonas Silber befindet sich im 
 Münchem Berliner kgl. Museum eine Schale mit Fufs und 
Deckel, datiert 1589. Von Hans Lencker  
der Familienname kommt auch unter den Augsburger Goldschmieden 
vor  besitzt die Münchener Schatzkammer ein Schreibzeug in Silber 
und 
in Kunst 
Rosenberg 
Gewerbe, 
18351 
IIO
        

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