Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1661195
194 
Abschnitt. 
der 
WVerke 
Die 
Goldschmiedekuxxst. 
Georg Wechter, der I 579 dreifsig Entwürfe für Goldschmiede 
herausgab; Bernhard Zan, 1580, dessen punzierte Stiche für 
Becher etc. sehr hochgeschätzt werden; Johann Siebmacher, T 161 I, 
der neben seinen bekannten Wappenbüchlein und den Vorlagen für 
Stickerei auch solche für Goldschmiede veröffentlichte; Paul Flyndt, 
der in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts drei Serien von zusammen 
84 Blättem für kirchliches und profanes Goldschmiedewerk herausgab. 
Von späteren Meistern mag noch Dan. Mignot, ein Augsburger, 
der Däne Corvinian Lauer, Elias Holl und der Dresdener 
Hans Kellerthaler als Herausgeber von Ornamentstichen für Gold- 
schmiede genannt werden. 
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Fig. 102 a. Ornament von Mielichs Entwürfen zu Prachtriistuxzgen. 
Neben den Kupferstechem müssen dann vor allen die Maler 
Erwähnung finden, wenn von der engen Verbindung der deutschen 
Goldschmiedekunst mit den übrigen Künsten im I6. jahrhundert die 
Rede ist. Wir erwähnten schon oben des ersten Eingangs, welchen 
die Renaissance in den architektonischen Umrahmungen der Bilder 
der süddeutschen Schulen in Deutschland fand; aber auch Gold- 
und Silbergefäfse finden wir auf diesen Bildern dargestellt, die, sicher 
aus der eigensten Phantasie der Maler hervorgegangen, schon die 
Formen der ausgebildeten Renaissance zeigen. Aber aufser diesem 
nebensächlichen Interesse für die Edelschmiedekunst haben wir Maler 
ersten Ranges zu nennen, die, ohne diese Kunst selbst ausgeübt zu 
haben, Risse und Entwürfe für dieselbe schufen, deren Ausführungen, 
wenn sie uns erhalten wären, in allererster Reihe unter dem Prunk- 
gerät der deutschen Renaissance stehen würden. Albrecht Dürer war 
als Sohn eines Goldschmiedes schon von Hause aus auf diesen 
Interessenkreis hingewiesen; doch möchten wir gerade seinen Namen 
hierbei nicht besonders betonen, da seine Entwürfe für Silberarbeiten, 
u. a. ein grofser Tafelaufsatz im Britischen Museum, noch vollständig 
in den Stilgesetzen der Spätgotik befangen sind. Wichtiger für die 
Goldschmiedekunst der Renaissance ist der Münchener Maler Hans 
Mielich (1515-1572). Wenn auch die frühere Annahme, dass dieser
        

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