Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1660850
160 
Absch 
üdschnxiedekux 
Fenster auszubilden. (Fig. 81.) Eins der schönsten Beispiele aus der 
Spätgotik ist in dein bekannten Stich vonfjM. Schongauer dargestellt, 
ein gutes Beispiel der früheren Zeit findet sich im Dommuseum von 
Trier (abgeb. bei Viollet-le-Duc. Mob. pl. 30). In den meisten Fällen 
ist das Material dieser Geräte gegossene oder getriebene Bronze, 
hätuüg mit Verwendung von Email; doch wurden sie für reichere 
Kirchen auch aus Silber hergestellt. 
  Die grofsen Altarwerke 
  von Silber, an Welchen das 
  fiiilieste Mittelalter reich war, 
  die aber auch, wie wir sahen, 
  für die italienischen Gold- 
   li schiniede des I4. Jahrhunderts 
  die Gelegenheiten zur monu- 
  "i, mentalen Ausübung ihrer 
 Kunst bildeten, waren den 
 nördlichen Ländern nicht 
   eigentümlich. Zu erwähnen 
   sind: das goldene Antepen- 
u K.  i  I"  diuin in der Abteikirche von 
tlß,  dpi    
 Komburg und die im Jahre 
 1698 untergegangene goldene 
' yjii. Weiß  Hi"; Will 7 i ,  ö Ü "P 
 TafiN in der St. Michaels- 
 im e in Lüneburg, die in 
 einer Gröfse von 7 auf 9 Fufs 
 mit getriebeneni Goldblech in 
C225;   figiiralen Darstellungen be- 
.2   kleidet war. Kleinere trag- 
 llwwlll    bare Altäre, häufig als Reise- 
 IEQLU  altäre bezeichnet, finden sich 
 dagegen in ziemlicher An- 
iiiiiiirliiiii lll ' llllllllllllllllll iiiiiiiiiiliii]  '-T l..  Zahl- Selten haben S16 die 
    vollständige Tabernakelforni, 
gilt llgkilui; lIlliltiu-i wie der oben erwähnte aus 
  {l Will   der „1'61Cl1G11 Kapelle". Häu- 
 llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllliilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllli.l llllllllIllllllllllllllllllllllllllllllll figcr sind Sie bloße Tafeln, 
Fig. 82. Relief vom Reisealtar eines Grosskomthurs architektonisch eingerahmt, 
 des deutsche" Ordens" oder Flügelaltärchen, sogen. 
Triptyclia. In ihrer Behandlung haben die letzteren eine grofse Ähn- 
lichkeit mit den Evangeliarien-Deckeln, von denen sie sich im wesent- 
lichen durch die Einfüging von Reliquien unterscheiden. (Fig. 82.) 
Ein vom 13. ahrhundert an beim Messo fer benutztes Gerät 
P 
ist die Kusstafel oder Pax: sie entstammt dem Gebrauche der 
Gläubigen, sich während der Messe das „Osculum pacis", den Kuss 
des Friedens, zu geben, zu dessen Aufnahme dann später eine kleine,
        

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