Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1660761
Gefäße, 
Geräte 
etc. 
Romanische 
Peri 
gotische 
151 
Die glatte und rationelle Form des romanisches Kelches erleidet 
mit Eintritt des gotischen Stiles einige wesentliche Umwandlungen; 
vor allein beginnt die Herrschaft der Architektur über die Gold- 
schmiedekunst, die derselben eine verhängnisvolle Bereicherung mit 
Spitztürmen, Giebeln, Mafswerk und Zinnenkränzen bringt. Die erste 
Veränderung geht mit dem Knauf vor sich: aus der kugeligen Form 
treten zuerst bescheiden kleine Scheiben vor: gleichsam die Stirn- 
flachen von meist sechs Cylindern, die in die Kugel eingesteckt 
Fig- 74- 
Ciborium (Hostienbehälter) aus Kupfer mit Grubenscbmelz. 
lahm 
scheinen. Die Scheiben pflegen mit gravierten, niellierten oder 
emaillierten Darstellungen verziert zu sein. In späterer Entwickelung 
nehmen diese Vorsprünge reiche, sternartige Formen an, ihr Vor- 
sprung wird gröfser, ihre Verzierung reicher. Immer aber stellen sie 
die Brauchbarkeit des Nodus zum Anfassen nicht in Frage, wie es 
der in der Hochgothik aufkommende Gebrauch thut, den Knauf mit 
gothischen Architekturen  meist sechs Spitztürmen mit zwischen- 
gesetzten Giebeln zu besetzen. Die Cuppa des gotischen Kelches 
verläfst die Halbkugelform und nimmt die eines Paraboloids an;
        

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