Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1660647
Gefäße, 
Geräte 
Romanische 
gotiscln 
Peri 
139 
Oder Silberlegierung. Es ist ein silbernes Kruzifix, ein Krunnnstab, 
an dessen Nodus die vier Paradiesflüsse angebracht sind, während 
Clie Krümmung den Baum der Erkenntnis mit Adam und Eva dar- 
stellt; ferner ein Evangeliar mit Elfenbeinrelief, welches ebenso wie 
die Silberarbeit Inschriften enthält, die Bernwards Urheberschaft ver- 
Sichern. Zwei 40 cm hohe, sehr reich komponierte Leuchter be- 
Stätigen durch ihre Inschrift, wonach Bernward die Ausführung derselben 
durch „puerun1 suum" bewirkt habe, das Vorhandensein einer wirk- 
lichen Schule oder Lehrwerkstatt. Von sonstigen Werken Bernwards 
ist ein Kelch (wahrscheinlich eine späteren Umarbeitung) am gleichen 
Fig, 
Vorderseite vom Reliquiar des heil. 
Andreas 
Trier. 
Qrt und im "WVelfenschatz" eine Patene in vergolcletem Silber in ein 
Ostensorium des späten Mittelalters eingelassen zu nennen. 
Ein sehr bedeutendes Werk dieser Zeit wird von Labarte aus 
innern Gründen ebenfalls der Hildesheimer Schule zugeschrieben: es 
iSt die goldene Altartafel, welche Kaiser Heinrich II. und seine Ge- 
mahlin Kunigunde in das Münster zu Basel stifteten und die sich 
jetzt im Cluny-Museum befindet. Von sonstigen Arbeiten, welche auf 
Bestellung dieses kunstliebenden Fürsten gefertigt wurden, seien gleich 
hier erwähnt: der gehenkelte Kelch mit Kristall-Kuppa und die Krone 
der Kunigilnde in der reichen Kapelle zu München, mehrere kostbare 
Evangeliarien in Bamberg und Teile eines Antependiums in Münster 
Zu Aachen mit in Goldblech getriebenen Figuren. 
Der Hildesheimer Schule benachbart war diejenige, welche Bischof 
Meinwerk (IOO9--IO3Ö) in Paderbom gründete; sie schloss sich an
        

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