Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1660556
130 
Abschx 
der Goldsclnnicdekunst. 
Werke 
Auch die starke Reaktion, welche die immer mehr sich aus- 
breitende Sekte der Christiaiier dem wüsten Luxus des römischen 
Lebens in der späteren Kaiserzeit entgegensetzte, mag hierbei einge- 
wirkt haben. Die altchristliche Kunst, wie sie uns in den Katakomben 
erhalten ist, spricht nicht eben von einem Überfluss an Gold- 
und Silbergerät. Auch die spärlichen Reste aus der Spätzeit der 
römischen Kunst, unter welchen eine silberne Cista und anderes Haus- 
gfräit aus einem 1793 in 
 0m gemachten Fund im 
 Britischen Museum liervor- 
K! i,"  zulieben sind, verraten 
Ü]  z, einen starken Verfall del- 
ä "i,  1' alten Kunstfertigkeit. Mit 
s w fmpd wesentlich barbarischen 
(v  Anklängen vermischt, zei- 
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i    Ende 1837 zu Petrosa 
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 Ä häufig als "Schatz des 
   Attila" bezeichnet, von 
    Ilg'_Jedocli in die Zeit des 
     be- 
3,  findet sich im kaiserlichen 
  Museum in Wien, von dem 
  zweiten die 12 geretteten 
  Wg Stücke im Museum zu 
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Goldgewicht auszeichnen, 
sind hervorzuheben mehrere gelienkelte Krüge, auf deren Seiteii- 
flächen Rundbilder die Entführung menschlicher Gestalten durch 
Adler, siegreiche Krieger und Tierkämpfe darstellen; ferner eigen- 
tümliche, mit Stierköpfen, welche rückwärts gewendet sind, besetzte 
Schalen und ein im stumpfen Winkel geknicktes Horn. (Fig. 61.) Der 
plastische Schmuck, der neben antik-grihischen Traditionen auf per- 
sisch-sassanidische Einflüsse schliefsen lässt, ist häufig Gegenstand 
gelehrter Kontroversen gewesen. Auch in deni Schatz von Petrosa, 
dessen einzelne Stücke aufserdem sehr verschiedenen Zeiten ent- 
stammen, zeigen die ältesten, der römischen Verfallzeit zmgehörigen,
        

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