Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1660523
Gefäfse, 
Geräte 
etc. 
Altertum 
frühes 
Mittelalter. 
127 
in den Inschriften, die sich auf vierundzwanzig Stücken fanden, lässt 
die erste Hälfte des ersten Jahrhunderts nach Chr. als Entstehungs- 
Zeit annehmen. Nach allem hat die Hypothese viel Wahrscheinlich- 
keit für sich, dass die augenscheinlich mit Vorsicht vergrabenen 
Silbergeräte einen Beuteanteil aus der Schlacht im Teutoburger Wald 
bildeten. Es ist dabei der Phantasie unbenommen, sie sich als das 
Tafelsilber des Quinctilius Varus vorzustellen. 
Im ganzen bestätigen die Geräte durch ihre Form und Orna- 
mentik durchaus das, was wir über den Einfluss griechischer Kunst auf 
die Edelschmiedekunst der Augustäischen Zeit wissen. In einigen der 
figürlichen Darstellungen zeigt sich eine Freiheit der Bewegung und 
Gewandung, die sich mit der hergebrachten Vorstellung von "antiker 
Strenge" nicht vereinigen lassen wollte und die Annahme nicht aus- 
Zuschliefsen schien, dass man es mit Werken der edelsten italienischen 
Renaissance zu thun habe. Es sei gestattet, bei den vorzüglichsten 
Stücken dieses Fundes, von denen wir in Fig. 5 5, 56 und 59, 60 Ab- 
bildungen geben, kurz zu verweilen. 
Das gröfste Stück ist der ohne Fufsr ca. i]? m. hohe Krater oder 
Mischeimer, der durch den aufserordentlichen Adel seiner Silhouette
        

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