Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1660448
Gefäfse, 
Geräte 
und 
Bildnerarbeiten. 
a. Im Altertum und im frühen Mittelalter. 
In gleicher Weise wie zum Schmuck der Person hat das Edel- 
metall schon in ältester Zeit Verwendung gefunden, um das Haus, 
den Tempel, die Tafel zu schmücken. Da wir in diesen Blät- 
tern aber den Zweck verfolgen, für die noch heute vorhandenen, 
in Sammlungen vertretenen Reste alter Edelschmiedekunst einen Weg- 
weiser zu bieten, so können wir mit gröfserer Kürze an der Kunst- 
Übung der ältesten Zeiten vorübergehn, aus welcher uns zwar litte- 
rarische Nachrichten über unsern Gegenstand, aber verschwindend 
wenig Originale erhalten sind. 
S0 beschränkt sich das, was wir über ägyptische Gold- und 
Silbergefäfse wissen, auf die Wandmalereien der Grabkammern, wie 
Sie Prisse d'Avennes mitteilt. Wir erkennen aus denselben eine fort- 
geschrittene Gefäfsbilduerei in vergoldetem Silber oder massivem Gold, 
die von der menschlichen Figur einen weitgehenden Gebrauch macht 
und daneben die charakteristische Pflanzenornamentik, die uns aus 
andern 'Monumenten des alten Ägypten geläufig ist, nicht vernach- 
lässigt; auch für die Anwendung von Email finden wir Belege. Ori- 
ginale altägyptischer Edelschmiedekunst haben sich unseres Wissens 
nicht erhalten. 
Auf eine besondere Verwendung des Goldblechs, die man als 
eine Eigentümlichkeit der vorderasiatischen Völker betrachtet, weisen 
uns die litterarischen Nachrichten über die Goldschmiedekunst der- 
selben, wie wir sie am ausführlichsten in den historischen Schriften 
der Hebräer finden. Die außerordentlich detaillierten und offenbar 
mit technischem Verständnis verfassten Vorschriften über die Stifts-
        

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