Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1660394
114 
Abschnitt. 
Die 
XVerke 
Goldschmiedekunst. 
von Rock und Weste mit künstlich gearbeiteten Diamantknöpfen nach- 
zukommen. Einer der Hauptmeister dieser luxuriösen Zeit, der nament- 
lichfür Bruststücke in Form von Bouquets einen grofsen Ruhm besafs, 
war Lempereur, dessen Schüler Pouget der Jüngere 1762 Vorlagen 
für die genannten Schmuckstücke herausgab. Ein zweiter Schüler, 
Duflos, der 1770 ein ähnliches Werk erscheinen liefs, beklagt sich, 
dass man zu seiner Zeit von der Mischung 
 F farbiger Steine mit Diamanten abzukommen 
 anfange: ein Beweis, dass man bis dahin 
 bei aller Vorliebe für Brillanten doch noch 
11321-52927  nicht auf die farbige Wirkung des Ge- 
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  schmeides zu verzichten gelernt hatte. 
m  Ubrigens erfahren wir, dass die Ubertrei- 
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   günstigte. Um I7 58 erfand Strafs in Paris 
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    die nach ihm noch heute benannte 
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Qäixltfnö)   quil-  Quarz-Imitation der Diamanten; romische 
 iäwüf auf, Wachsperlen und Berloques, aus Perlen- 
   schalen geschnitten, wurden in Menge ge- 
  ü? tragen, während in Bürgerkreisen die 
e (i? qrfä; venezianischen Glasperlen sich grofser 
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k. .  M: (A, h  e ie ei er reu en. uc er op  
   schmuck nimmt ein der Spätzeit eigentüm- 
351 6335er? W liches Gepräge an: schon das Ende des 
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'    I6. ahrhunderts ab mit den Haarnetzen, 
ewbs ab. Jg 1,5,  Q,   8 
 4a?!  die an einer reichgeschmückten Spange be- 
ab Äl. qip festigt Waren und auf den Knotenpunkten 
3:3,  i-iiä; mit Perlen oder kleinen Bijous besetzt 
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 E?  werden, dem Goldschmied viele Gelegen- 
 vy  heit. Im 17. Jahrhundert lieben es die 
   Damen eine Zeit lang, ihr Haar mit 
"U Perlenschnüren zu durchflechten Dann 
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f'.1 tritt der eigentliche Haarschmuck auf, 
V  von den Franzosen Aigrette genannt, der 
Fig 5m Chate1aine_ meist eine Art zarten Bouquets aus Edel- 
13- Jahrhundert steinen in sehr leichter Fassung darstellt, 
und über ein Jahrhundert lang nebst den 
Perlenschnüren getragen wird. Zeitweilig wird die Aigrette auch ver- 
drängt durch Schleifen, kleine Vögel etc. aus Diamanten, die an 
schwankenden Drahtspiralen auf Haarnadeln befestigt wurden, und 
den Namen "Wespen" oder "Schmetterlinge" führten. Die Sitte 
dieses glänzenden Haarschmuckes blieb bis unter Marie Antoinette 
und wurde erst gegen Ende des Jahrhunderts durch die Kämme 
mit hohen, aufs kostbarste verzierten Aufsätzen, sowie im ersten
        

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