Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1660321
Das 
Geschnleide. 
Renaissance 
Spiitzeit. 
107 
hängt. Die zweite Art, den Gürtel zu tragen, ist die, dass er die 
Taille fest umschlieft und vorn in einem langen Ende herunterhangt, 
Welches dann meist durch einen besonders geformten Anhänger be- 
endigt wird. Die letztere Art scheint mehr der Prunkkleidung, die 
erstere dem Hauskleid angehört zu haben; aus diesem Grunde findet 
man auch den zuerst beschriebenen Gürtel häufig aus Silber, selbst 
aus versilberter oder vergoldeter Bronze angefertigt. (Fig. 45.) 
Originalbeislniele dieser aus flachen 
Panzerketten mit eingesetzten festen f, 
Teilen bestehenden Gürtel finden sich _ y. H, 
noch in den meisten Sammlungen.    
Dabei weisen die Verschlussschilder,    
manchmal auch die ganz in Guss her-   
gestellten einzelnen Glieder oft über- Qj  
raschend hübsche Bildungen auf. An-     
dere Gürtel sind in der Art der g  " n i.  
mittelalterlichen aus Leder oder Stoff-  im?  .j  
horten angefertigt und mit Knöpfen,     
Beschlägen und Schlössern aus Gold- V7     
arbeit versehen. Eine besondere Be-  651"":    
achtunir bietet der oben erwähnte 9 i?   VVQÄ 
G" ö     {llfiß i?"  
urtelanhanger als ein dem Re-   (a; 
naissanceschinuck allein eigentümliehes {Elf x  115g; 
Stück. Ursprünglich wohl auch mit  .   
der amuletartigen Batzel (enseigne)   F?  
verwandt, nimmt er später eine selb- 3111i: y ÄWQ T; 
             
ständige, spiudelartige Form an, die in   
manchen Fallen vermuten lasst, dass W  
sie als Behältnis für einen Riech- 7x) 
schwamm, eine Bisamkugel und dergl. "  5' 
gedient hat. jedenfalls zahlen diese  
Gürtelanhänger, wie sie z. B. das X 
Rothschild-Museum besitzt, an Durch-  _ E. 
Führung und Reichtum der Zeitflllmng Fig. 46. Gürtel-Anhänger, Gold 
zu den anerschönsten Gcschlneide_ cmailliert aus dem Rothschild-Museum. 
Stücken der Renaissance. (Fig. 46.) 
Das Armband spielt in dieser Zeit keine gräilsere Rolle als im 
Uittelalter, wohl aus denselben Gründen: auch die Renaissance be- 
günstigte das Entblöfsen der Arme nicht, sondern behielt die langen, 
bis auf die Hand fallenden Arinel bei. Beispiele, die man auf 
italienischen Bildern (bes. P. Veronese) sieht, lassen annehmen, dass 
die Armbänder aus Kugeln von Gold, Bernstein, aufgereihten Ka- 
mcen etc, bestanden, Ein Beispiel von einem deutschen Bild des 
I6. ]ahrhtinderts (Luthmer G. d.  Taf. 29.) zeigt ein aus Goldarbeit 
hergestelltes Armband, über dem Armel getragen.
        

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