Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gold und Silber
Person:
Luthmer, Ferdinand
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658998
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1660313
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Abschnitt. 
Werke 
Die 
Goldschmiedekxlnst. 
sich noch erhalten, besonders bei den holländischen Schützengilden. 
(Fig. 42, 2.) Sie bestehen namentlich in der frühen Zeit aus festen 
Reifen, die in vier durch Ringe verbundene Teile zerlegt sind; später 
aus Gliederketten der mannigfachsten Formen, unter denen sich sogar 
bei einer in Antwerpen (Museum) existierenden Kette die deutliche 
Erinnerung an die Ordenskette des goldenen Vliesses findet. Als An- 
hänger dient oft St. Georg, der Patron aller ritterlichen Spiele, 
häuüg auch ein Falke, eine Armbrust, in späterer Zeit die Darstellung 
eines Scheiben- oder Vogelschusses in bemerkenswerter Anpassung 
an den beschränkten Raum. 
Silberner Frauengürtel. 
Auch derGürtel ist, allerdings auf die weibliche Tracht be- 
schränkt, ein wichtiger Schmuckteil des Renaissancekostüms, mit dessen 
Eintritt er die früher behandelte mittelalterliche Form völlig verlässt. 
Statt mit dem starren Reif, der seinen Platz in Hüfthöhe bekam, 
hat er mehr Ähnlichkeit mit dem Wehrgehänge. Wie dieses geht er 
von der Taille rechts abwärts nach der linken Hüfte, wo er meist 
zur Aufnahme des Oberkleides dient, welches in einer leichten Falte 
durch ihn hindurchgesteckt wird. An dieser Stelle beündet sich auch 
das Schlofs, von dem dann eine Tasche, Messer- und Scherenbesteck, 
Schlüsselhaken oder ein sonstiges Attribut der thätigen Hausfrau herab-
        

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