Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Schmiedekunst
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1656576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1657710
Abschnitt. 
Vierter 
als Neueriuig, als Errungenschaft der Renaissance gelten. Die Form 
der Füllung richtet sich natürlich nach dem Ort der Verwendung. 
Neben der; stehenden und liegenden Rechteck sind es das Quadrat, 
der Kreis, die Ellipse, der Korbbogen, der Stichbogen, der Halbkreis 
und die Raute, die am meisten die Grundform bedingen. Das Rechteck, 
das uadrat, der Kreis und die Elli se sind hau tsächlich für Thür- 
P P  
I und F ensterfüllungen in Ubung, 
  während der Korb- und Stich- 
  , ä l i" .33   bogen, sowie der Halbkreis für 
k. i A 13' i  die Oberliclitgitter in Anwen- 
   '31 F95.- dung sind. Rautenförmige Fül- 
„  - X,' n]. ä! 34. 
  f! Ü?)  gi-VKQä-"L, hingen und solche von der 
    i   Form des verschobenen Recht- 
 7 K; im? m; i 3 ecks kommen fast nur an 
L i  {i    Treppengittern vor, wo dieselbe 
   4'  i eben durch den schräg an- 
JÄJ.   i i; Ü steigenden Tre enlauf bedingt 
   o   
 k! i!) 1;! ,  ist. Nebenher finden sich ge- 
   Äix  legentlich auch allerlei andere, 
.    D? 9 i mehr willkürliche Rahmen, von 
 g  i   welchem noch die regel- und 
  'i  er;  i lialbregelmäfsigen Vielecke und 
 i wli   der sog. Zwickel besonders er- 
i   i   i wähnt sein mögen. 
K]   ii    Was die ränlage des F ül- 
r   i i i, i lungsornamentes anbelangt, so 
7 i   i i i zeigen sich zw ei prinzipiell ver- 
i   i i schiedene Auffassungen Die 
5 i  j i i   Figur kann ein Oben cund Unten 
      aufweisen; sie ist einaxig sym- 
R Ä i i.  i metrisch. Oder das Ornament 
  i i  i entwickelt sich von der Mitte 
 _  am i  i i, aus nach allen Seiten gleich- 
xJ  ru l   i arti und wird zwei- oder mehr- 
ng  
Fig 7a Renaissancegitten axig-symmetrisch. Im ersteren 
a. Kapellenabschlufsgitter aus dem Münster zu Falle haben Wlf CS mit auf- 
Freiburg  _Ende.des i6._ Iahrh. rechten, im letzteren Falle 
b. aus der Marienkirche in Danzig. Anfang mit der Zentralen Füllung zu 
des I7. Iahrh.   o 
thun. Die Mitte der zentralen 
Füllung wird nicht selten durch eine Rosette ausgezeichnet. Kleine 
Abweichungen von der absoluten Symmetrie und Regelmäßigkeit treten 
häufig in der Weise zu tage, dafs dieselben sich blos auf das Detail 
erstrecken, in der sog. Massenverteilung jedoch den regulären Ein- 
druck wahren. 
Im Quadrat sind die natürlichen Linien, an welche die Deko-
        

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