Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Schmiedekunst
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1656576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1657512
Dritter 
Abschnitt. 
der übrige Teil aus Eisen besteht. Inmitten und hauptsächlich zu 
Ende des 17. Jahrhunderts beginnt eine wesentliche Stiländerung sich 
geltend zu machen, der wir das folgende Kapitel widmen wollen. 
Ein Rückblick auf die Renaissanceepoche ergibt folgendes: 
Während das Mittelalter die Kunstschmiedetechnick in konstruktiver 
Hinsicht auf die höchste Stelle gebracht, blieb es der Renaissance 
vorbehalten, mit den formalen Ausartungen der Spätgotil; aufzuräumen, 
zunächst eine Vereinfachung und Veredelung zu bewirken, um schliefs- 
lich das höchste in Bezugeiuf Schönheit der Formgebung zu erreichen. 
Der Renaissance fiel es ferner zu, die hochentwickelte Walfeirtechnik 
zu verallgemeinern und dem Schmiedeisen die weitgehendsten An- 
Fig' 
Wandleuchter. 
Deutsche Renaissance. 
wendungsgebiete zu erschliefsen. Sie hat die Technik, speziell die 
Verziemngstechnik der Kleinschmiedekunst wesentlich erweitert durch 
allgemeine Verwendung des Treibens, der Gravierung, des Ätzens, 
Tauschierens und der Vergoldung. Die Renaissance hat das Gewerbe 
der Schmiede in zünftige Spezialitäten zerlegt zum Vorteil des Er- 
gebnisses. 
Eine Erleichterung dem Mittelalter gegenüber war insofern vor- 
handen, als das Material in der Form von Stabeisen, Blechen und 
Drähten bereits vorgearbeitet zu haben war. In diese Zeit fällt auch 
die Einführung des Eisengusses, der in seiner primitiven künstlerischen 
Art fast ausschließlich nur zu Karnin- und Ofenplatten ausgenutzt 
wurde und der Schmiedeisentechnik in keinerlei nennenswerter Weise 
Konkurrenz zu machen vermochte.
        

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