Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Schmiedekunst
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1656576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1657268
Werkzeuge 
Bearbeitung. 
Zustande, was bei kleinen Dimensionen wohl mit der Zange geschehen 
kann, bei stärkeren Eisen aber durch Einspannen und Umdrehen einer 
Kliippe oder eines Kreuzhebels erfolgt (Fig. 20i, k). 
Das Ausrollen zu Voluten ist eine ganz allgemein gehaiidliabte 
'l'cehnik. Es ergeben sich vielfache Variationen. S0 kann das Eisen 
zunächst ohne Querschnittsveränderung mit der Sprenggzibel oder über 
einen Kern gebogen werden (Fig. 2Ia), oder es findet durch Aus- 
Svhiiiieden eine Quersehnittsveriiiiclerung statt etwa nach Fig. 21b, 
nder es Findet ein Aufschlitzen in zwei nder drei getrennte Voluten 
statt, wie dies die Figur 2I(' 
Zeigt. Nicht selten wird das 1 M,   
  ,  7  (w- ff 
innere Ende der Vohite, das Ü;    
Aluge mit einer Rosette oder  jjffj    
einem Knopf geschmückt (Fig.    „  
 I dl. er 15V C. 
Das Aufsehlitzen von  
Stuben inmitten dereelben ist  S.  l   
eine wirksame, wenn auch sel- i 
tenere Erscheinung Fig. 2 I et). 
Häufiger, hauptsaehlich fur       
Runcleisen und (lieke Drähte e_  
eingewendet ist das spiraljge 
 in Spindelform 1:22? m  J o-T-ä 
Wiederholte Durch- 
ßßhiebungen zu einer An   
Flechtwerl; sind in der Re-  "m: 
naisszincezeit eine beliebte Er-   
sr-heiniulg" im. 21g, h, i). (willigt w, 
Das Ausschmieden der ß  "h 
Stäbe zu iiachen Verzie- i.  K- 
rungen in Form von Blättern,  
Fratzen, Grotesken kommt in       
der genannten Zeit ebenfalls Fig- 20- verzierte Stäbe- 
häiufig vor  21 k, l, in);  
(ler Umrifs wird durch Aushauen mit dem Meißel oder durch die 
Schere und irachheriges Zurechtfeilen hergestellt. 
Das Ausschmieden von Ranken zu. getriebenen Blättern 
geht einen Schritt weiter und gelangt in der Barock- und Zopfzeit 
zu großer technischer Vollkommenheit. Das natürliche Motiv ist 
meistens der Akanthus. Unsere Figur 22 gibt eine Anzahl derartiger 
Blattforinen   
 Die Akannhusblattkelche mögen hier gleich init erwähnt werden. 
Sie dienen als Umhüllung der Stäbe oder als freie Endigungen, 2118
        

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