Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Schmiedekunst
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1656576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1657245
Werkzeuge 
Bearbeitung. 
und 
zahllosen anderen Fällen, auch da in Anwendung, wo Teile ange- 
plattet oder überplattet werden. 
Das Anplatten ersetzt vielfältig das Ansclnveifsen, kommt haupt- 
sächlich für Ranken aus Flacheisen in Betracht und besteht darin, 
dafs ein zugeschärftes, in eine Schneide verlaufendes Stück sich an 
ein anderes anlegt (Fig. 17a). Wird das anzuplattende Stück nicht 
oder nur teilweise zugeschärtt, so erhält der andere Teil am besten 
einen Ansatz, d. h. er wird stufcnförxirig abgesetzt, also an der An- 
platttmgsstelle verdünnt (Fig. 17b). 
Das Überplatten, hauptsächlich für sich kreuzende Flach- und 
Quadratcisen in Anwendung, geschieht entweder ohne Schwächung 
Fig- 
Bund 
u 1x d 
Verkcilu 
der einzelnen Teile vermittelst seitlicher Ausbiegung (Fig. 170), oder 
indem jeder Teil an der Überplattungsstelle zur Hälfte verdünnt wird, 
S0 dal's beide Teile ineinander passen (Fig. I7d). 
Zum Zwecke der Durchsehiebung mufs der eine Teil ent- 
Sprechend aufgehauen oder durchlocht werden (Fig. I7e, f, g). 
Das Aufzapfen oder Einzapfen kommt besonders in Betracht, 
WO gegossene Lanzenspitzen und Artischocken auf Geländerstäbe auf- 
zusetzen sind (Fig. 17h, i). 
Eine vielfach verwendete Verfestigungsforni ist 
der Bund, welcher zwei oder mehr Teile zusaminenzuhalten hat. 
Das Eisen des Bundes hat meist rechteckigen oder halbkreisförmigen 
Querschnitt (Fig. 18a, b, c, d, e).
        

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