Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Schmiedekunst
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1656576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1657161
und 
NVerkzeuge 
Bearbeitung. 
Gestelles oder Bettes behndet sich feststehend der Spindelstock 
mit der Spindel, welche durch eine kleine Stufenschnurscheibe 
in Umdrehung versetzt wird, die mit der gröfseren, als Schwungrad 
dienenden Schnurscheibe des Untergestells durch eine Riernenschnur 
verbunden ist. Zur Rechten befindet sich der Reitstock mit dem 
Reitnagel, verschiebbar auf den Geradführungen oder Wangen 
C168 Gestells. Zwischen Spindel und Reitnagel wird das Arbeitsstück 
eingespannt. Zwischen Spindel und Reitstock, ebenfalls auf den 
Geradführungen hin- und herbeweglich und beliebig feststellbar, steht 
die Auflage, welche der Hand und dem Drehstahl zur Unterstützung 
dient. Wenn das Werkzeug nicht mit der Hand geführt, sondern 
eingespannt geführt wird, so tritt an Stelle der Auflage der Support 
(Handdrehbank, Supportdrehbank). Findet die Verschiebung des Sup- 
ports durch Handbewegung statt, so haben wir die Handsupport- 
drehbank; erfolgt die Verstellung selbstthätig vermittelst einer Zahn- 
Stange oder Leitspindel, die mit der Antriebsvorrichtung 
durch ein Vorgelege verbunden sind, so haben wir die Leitspindel- 
resp. die Zahnstangensupportdrehbank. 
Als schneidendes Werkzeug dienen die Drehstühle. Die Hand- 
Clrehstähle haben Holzgriffe; die Supportstähle sind zum Einspannen 
eingerichtet; bezüglich beider Arten unterscheidet man Schrotstähle 
oder Grobstähle zum Vorarbeiten "mit bogenförmiger Schneide; 
Spitzstähle (der vierkantige Stahl ist übereck schräg abgeschnitten 
und läuft so in eine Spitze aus) und Schlichtstähle zur Nacharbeit 
mit gerader, meifselartiger" Schneide; aufserdem Haekenstähle und 
Ausdrehstähle für innere Rundungen. 
Hobelmasehinen und Fräsmaschinen sind für die gewöhnliche 
Schlosserei und Kunstschlosserei keine notwendigen Erfordernisse, so 
Clafs sie hier nur kurz erwähnt sein mögen. Bei der ersteren wird 
(lHS Arbeitsstücl; auf eine Unterlagplatte befestigt und auf diesem 
Schlitten unter dem feststehenden Schneidstahl hin- und hergeführt 
(Arbeitsgang und Leergang), wobei der Apparat die Führung, die 
Unisteuer am Ende des Laufes sowie die seitliche Verschiebung 
Selbstthätig besorgt, so dal's eine Reihe parallel nebeneinander ge- 
Yeihter Schnittilächen entsteht. 
Die Fräswerkzeuge sind reihenweise mit Schneiden besetzte Stahl- 
körper und werden durch die Fräsmaschine in Umdrehung versetzt, 
um bestimmte Arbeiten, wie z. B. das Herstellen von Nuten etc. 
Zu besorgen. 
Die 
Bearbeitungen 
und 
Behandlungsweisen 
des 
Schmiedeisens. 
Soweit die Bearbeitung des Schmiedeisens sich nicht schon aus 
der im vorangegangenen Kapitel gegebenen Schilderung der Werkzeuge 
ergibt, wie beispielsweise das Bohren und Lochen, das Schmieden im
        

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