Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Schmiedekunst
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1656576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1657053
Zweiter Abschnitt. 
zum Festhalten 
und 
Als Unterlage 
dienende Gegenstände. 
Als Unterlage beim Schmieden dienen: 
der Ambofs; er ist von Schmiedeisen; seine obere Fläche, die sog. 
Bahn, besteht aus einer aufgeschweifsten Stahlplatte und ist abgeschliffen 
und etwas gewölbt. Seine Gröfse ist sehr verschieden. Die Befestigung 
erfolgt mittels eines Zapfens auf hölzernen Ambofsstöcken oder auf 
Fässern, die mit Sand ausgestampft sind. Kleinere Ambofse werden 
an der Werkbank oder gar nicht befestigt. Es gibt Ambofse ohne 
Horn, lnit einem Horn oder mit zwei Hörnern (Fig. 6 a, b, e). Unter 
dem Horn versteht man die Fortsätze der Schmalseiten zu kegel- 
förmigen oder kantigen Spitzen; sie dienen beim Schmieden von 
Fig- 
Verschiedene 
Ambofse. 
Ringen, Rundungen etc. Ambofse, die bei kleiner, dann meist qua- 
dratischer Bahn 2 grofse Hörner zeigen, heilsen Sperrhörner (Fig. 6 
d und e). Kleine Arnbofse von kubischer Form heifsen Stöckel 
(Fig. 6 f). Die Ambofse sind häufig an der obern Fläche mit Löchem 
versehen zur Aufnahme der Gesenke für die Faeonschrniederei. 
Die Gesenke werden da angewendet, wo die gewöhnliche 
Schmiederei auf dem Ambofs zur Formgebung nicht ausreicht oder zu 
Schwierig und umständlich ist, so z. B. zur Herstellung" von drei- 
kantigen und halbrunden Stätben, von Rotationsformen, von rinnen- 
artigen Gebilden, von plastischen Verzierungen verschiedenster Art. 
Halbrunde und dreikantige Stäbe, nur einerseits verzierte Stäbe und 
Platten, nach der Achse halbierte Rotationskörper und ähnliches brauchen 
nur ein Untergesenke, welches aus Schmiedeiseir hergestellt, auf der 
Bahn verstahlt werden kann und in das Ambofsloch eingesetzt wird.
        

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