Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Schmiedekunst
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1656576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1657012
Zweiter 
Abschnitt. 
W erkzexmge 
und 
Bearbeitung: 
Werkzeuge 
und 
Maschinen. 
Bevor wir zurBetrachtung der Werkzeuge und Maschinen schreiten, 
mögen einige Bemerkungen Platz finden über die wichtigste Vorrich- 
tung, deren Schlosser und Schmied zur Ausübung ihrer Thätigkeit 
benötigt sind. Es ist dies 
Die Esse oder der Schmiedherd samt Zubehör. Die Esse ist 
ein aus Backsteinmauerwerk oder auch wohl aus Eisen hergestellter 
offener Herd mit der Feuerungsgrube, bestimmt zur Aufnahme 
des Brennmaterials (Holzkohle, Steinkohle oder Koks). Über dem 
Herde ist ein Rauchfang zur Ableitung des Rauches und der Gase 
angebracht. Zur Erzielung und Unterhaltung eines lebhaften Feuers 
dienen Gebläseeinrichtungen, welche den Wind von der Seite 
oder von unten her dem Feuer zuführen. Die früher üblichen Ge- 
bläse in der Form von Blasebälgen sind neuerdings vielfach durch 
Zentrifugen und Ventilatoren ersetzt. Die aus Holz und Leder her- 
gestellten Blasebälge, je nach ihrer Art als Spitz-, Parallel- oder 
Cylinderbälge bezeichnet, bestehen im allgemeinen aus zwei Teilen, 
dem Saugbalg und dem Regulator, sind also Doppelbälge behufs Er- 
langung eines ununterbrochenen Luftstromes. Der letztere wird aller- 
dings besser durch die Weniger umfangreichen Flügelrad- und ähn- 
lichen Gebläse erzielt, welche wie die Bälge durch Fu[s-, Hand- oder 
Maschinenbetrieb in Thätigkeit gesetzt werden. An der Vorderseite 
des Herdes befindet sich gewöhnlich eine Wassergrube, der Lösch- 
trog. Aufserdem hat er auch wohl Höhlungen und Behälter für 
Brennmaterialvorrat und Schlackenabgang. Als direkt zum Herd und 
Feuer gehörig seien ferner erwähnt der Löschwedel und der Lösch- 
spiefs zum Besprengen, Geschlossenhalten und Reinigen der Glut.
        

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