Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Schmiedekunst
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1656576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658225
Die 
Ilauptgebiete 
Kunstschmiedetechnik. 
137 
französische. Die Rohre haben meist kreisrunden Querschnitt, kommen 
aber auch 3- und 4kantig, im Querschnitt sternförmig etc. vor. 
"q Cylindrisch hohle Schlüssel heifsen gebohrt; dagegen heifsen 
sie faconniert oder gesch weift, wenn der Querschnitt der Höhlung 
eine andere Form hat. Diese nicht leicht herzustellenden geschweiften 
Rohre wurden zur Zeit des Mittelalters und der Renaissance vielfach 
angefertigt. Massive Rohre erhalten eine Verlängerung in Form eines 
Knöpfchens behufs Führung im Schlofsblech, die beim hohlen 
Schlüssel durch den Dorn erzielt wird. Der Bart hat meist die 
Grundform des Quadrates (von vorn gesehen); im Querschnitt (von 
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Fig- 
133' 
Renaissanceschlüssel. 
oben gesehen) kann er sehr veschieden sein und die Gestalt von 
Ziffern, Buchstaben etc. annehmen. NVo im Schlosse sog. Einge- 
richte vorhanden sind, erhält der Bart eine Reifbesatzung oder 
einen Mittelbruch, oder beides zusammen. (Der Schlüssel a, Fig. 
133, hat blofs Reifbesatzung, während die übrigen diese und die 
Mittelbruchbesatzung zeigen.) Die hier Lmd weiter oben, Fig. 41, 
abgebildeten Beispiele dürften genügen, um die Aufmerksamkeit darzu- 
thun, welche dem Schlüssel ehedem nach der künstlerischen Seite 
hin zu teil geworden ist. Füglich seien noch erwähnt jene Kolossal- 
SClIlÜSSCl, die gelegentlich als Innungsaushängezeichen oder als Zunft- 
pokale gefertigt wurden. 
        

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