Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Handbuch der Schmiedekunst
Person:
Meyer, Franz Sales
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1656576
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1658174
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Vierter Abschnitt. 
Freitag in Gera 1724), welches heute als Thürschlofs allgemein in 
Anwendung ist. Zu einem vollständigen Thürschlofs gehören die Falle, 
der Riegel und der Nachtriegel. Die Falle heifst liebend, wenn 
sie durch hebelartige Drehung aus dem Schliefshaken ausgelöst wird, 
sie lieifst schiefsend, wenn sie sich unter Federdruck geradlinig 
wie ein Riegel hin- und herschiebt. Die Bewegung wird hervorge- 
rufen durch den Thürdrücker (Knebeldrücker, Olive oder Schlinge.) 
Der Riegel ist ein- oder zweitourig je nachdem er einen oder 
zwei Angriffe besitzt. (Angriffe heifsen die Ausschnitte im Riegel, in 
welche der Schlüssel eingreifen mufs, um die Verschiebung zu be- 
wirken.) Die Vorrichtung kann so sein, dal's das Schliefsen nur vnn 
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Fig. 127. 
Aus Köln. 
Jahrh. 
Mittelalterliche Schlüsselbleche. 
b. Aus Prag. c-e. 14. u. 15. 
der einen oder von beiden Seiten des Schlosses erfolgen kann. Zum 
Festlegen des Riegels nach vollendeter Tour dienen die Z uhaltungen 
(Arretiervorrichtungen, die in den Riegel eingreifen und durch die 
Svhlüsselbewepng ausgehoben werden). 
Der Nachtriegel ist nur von der einen Schlofsseite zugänglich 
und wird an einen. hervorspringenden Knopf mittels der Hand vor- 
und rückwärts geschoben oder die Bewegung erfolgt durch einen 
Drehgriff u. s. w. 
Da die modernen Schlösser, deren es eine grofse Anzahl ver- 
schiedener Konstruktion giebt (Kombinations-, Stecl1-, Brahmzv, Chubb- 
Schlösser etcQ), für gewöhnlich keine künstlerische Ausschmückung
        

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