Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1637878
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Timdtm worden sind, eine Anlehnung an assyriseh-persische Kunst. Man 
sieht darunter Sphinx- und Harpyieiitiglircn, geflügelte. Löwen, Greife, die 
SOWOhlIlD der phantastischen Bildung als in der Behandlung auf orienta- 
lische Muster hinweisen. Die Vorliebe für diese seltsamen Schöpfungen 
einer frcmdartigen Phantasie lasst dann auch dieselben in Reliefdar- 
Stellung an den schwarzen "llhonvasen wiederkehren, die man in den 
Gräbern zu Chiusi und in andern etrurischen Nekropolen entdeckt 
hat?!) Sie sind indess gleich den übrigen Arbeiten der Etruskcr in einem 
trocknen, dürftigen tmd harten Styl ausgeführt, der mit der eckigen, 
unschönen Profilirung der Gefässe harmonirt und aus demselben nationalen 
Kunstgeiste geflossen ist, welcher auch den architektonischen Leistungen 
jenes Volkes ein herbes und nüchternes Gepräge verliehen hat. 
Wleiterhin muss des holnr-n Ruhmes gedacht werden, dessen die 
Etrusker bei den Alten in verschiedenen Gattungen der Metallarbeit ge- 
nossen. Die Erzplastik, die Kunst des Giesscns, wie des Oiselirens und 
Treibens stand bei ihnen in hoher Blüthe. Ihre Städte waren mit Erzstatucn 
angefüllt, ihre Gräber, noch vorhandenen Spuren zufolge, häufig mit Erz- 
platten bekleidet; endlich zeugen zahlreiche Gcfässe und Gerathe, Spiegel, 
Kästchen, Kandelabei- von der Geschicklichkeit, die sie in der Bronze- 
bcarbeitung besassen. Wenn auch die lilehrzahl der vorhandenen Werke 
bereits der hellenisircnden Zeit angehört, so fehlt es doch auch nicht an 
Beispielen aus einer früheren Epoche. Alles dies weist "auf orientalische 
Einflüsse hin; denn aus dem Orient kam zuerst durch Vermittlung der 
Phönizier die Metallarbeit nach den Ländern des Westens. Wie auch 
hierin besonders die Werke der Kleinkünste, die Schmucksachen aus Erz, 
Silber und Gold, die Schnitzwerke aus Elfenbein den ersten Anstoss zu 
einer Aufnahme orientalischer Formen geben mussten, lässt sich leicht 
vermuthcn. Bestätigung erhält diese Annahme durch manche Grabftmtle, 
ganz neuerdings noch durch eine wichtige Ausgrabung in Palestrina 
(Praneste), wo man neben altitalisclten Werken Silbergefäisse in ägypti- 
schem Styl und eine Elfenbeinschnitzerei mit (lem Relief zweier kämpfen- 
den Löwen durchaus im Gepräge assyriseher Kunst (antdeckteftt)  Vor- 
züglieh wichtig sind die Bruchstücke eines 1812 bei Perugia gefundenen 
Bronzewagens, welche sich in der Glyptothek zu München befinden. 
Sie. bestehen aus einer Anzahl mit dem Hammer getriebener Reliefs, deren 
Gegenstände und Behandlungsart auf ägyptische und assyrisehe Kunst 
Ein 
Mein] 
 Beispiele auf p. 17, 18, 19 des oben genannten Werkes von N01?! (Ins Vcrgerx. 
M) Vergl. den Bericht über eine Sitzung des Archäol. Instituts zu Rom. Allg. 
Ztg. 1562. Nr. 137. Beilage.
        

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