Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1644539
Fünftes Kapitel. 
Die Bildnerei seit Canova. 
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fcn, wie die schöne Statue des Hirtenknaben und die herrlich empfundene 
der Holihung. 
Sind diese Einzelgestalten Muster acht plastischer Bildung, so tritt 
das Gesetz plastischer Abgeschlossenheit noch unverkennbarer bei seinen 
Gruppen hervor. Will man den librtschritt Thorwaldsens über Canova 
in klarem Bilde sehen, seinen höheren Formcnarlel, die Reinheit der Em- 
pfindung, das Absichtslose, in sich selbst Ruhende seiner Werke schätzen, 
so muss man seine Grazien (Fig. 226) mit jenen von Canova vergleichen. 
Jedes weitere WVort der Erklärung wäre hier überflüssig. Von anderen 
Gruppen hebe ich nur noch hervor: Bacchus und Ariadne, Mars und Ve- 
nus, Amor und Psyche und die köstlich aufgebaute des Ganymed, welcher 
dem Adler des Zeus zu trinken giebt (Fig. 227). 
Gruppen. 
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Ganylned und der Adler von Thorw aldsel 
Neben solchen Werken einer rein idealen Gattung schuf Thorwaldsen 
eine Reihe von Grabdenkmitlern für Italien, England und Deutschland, von 
denen die wichtigsten hier kurz zu nennen sind. Vor Allem das einfach 
würdevolle Grabmal Papst Pius VII. in S. Peter zu Rom (1824-30) mit 
der sitzenden Gestalt des Phpstes, (len edlen Figuren der Weisheit und 
Klugheit und den Genien der Zeit und der Geschichte. An dem 1830 
vollendeten Monument des Herzogs Engen von Leuchtenberg, in (ler Mi- 
ehaelskirehe zu "lllünehen, ist der Fürst dargestellt, wie er an der Pforte 
des Grabes die Zeichen der Hoheit niederlegt und der Muse der (lesehiehte
        

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