Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1637634
Drittes Kapitel. 
Das mittlere Asien. 
thronmlde 
Audienz. 
König 
ganzen 
Reihen 
VOII 
tributdarbrillgendell 
Unterthanen 
So bewegt sich Alles nin das Leben und die Thaten des Königs, 
selbst die phantastischen Gestalten der Mythologie. Was letztere be- 
trifft, so haben wir dem bereits Er- 
wähnten noch Einiges hinzuzufügen. 
 Mehrfach begegnet uns in den Denk- 
     mälern Assyriens jene menschliche Gestalt 
ßvx   mit einem Adlerko f d   0' w-ilti- 
   p un viei ge . 
T N-  
v,   gen Flügeln. Eine andre eben so phan- 
Ji   s-i-gfw.      
li t-"ßlvlii. i tastische Zllöallllllßlßßtzllll" 261015 einen 
ii X x IÄ  b ö 
t   Mann mit gehörntein Löwenkopf, einer 
 l ii Il  aus Vogelfedeni bestehenden Mähne und 
il i. m,  
    grossen Vogelkrallen statt der Fusse. 
 g: i"   j" Dann wieder finden wir eine geflügelte 
  4  w 
   '  Mannesgestalt, im Lauf einen geflügelten 
   d; gehornten Lowen verfolgend, der init 
 "x ljßi riesigen Vogclbeiiien und Federniähne 
  ausgestattet ist (Fig. 18). Die assyri- 
 1! l  
e" 31m   li- l l " i  
 sc ie Kunst ge it olienbai in solehtn ba 
 roeken Phantasicgebilden viel weiter als 
H"  1 Jiol; [jäh      x  
 die agyptisehe, abci sie stattet dieselben 
E?  v an am "q    
 _ auch mit einer solchen Lebensfülle aus 
 fßlllllllßidllll? 1 iuid bildet die heterogenen Theile so 
 yw    i       
  .1   T. 3;,  dass die Phantasie 
33,? l w;    h sieh kaum mehr an der Unwahrsehein- 
ii I:  "i  .5      
ä   l ' 2-;   lichkeit stosst. So ist in der letzter- 
i i!   i.   wähnten Darstellung der verfolgte halb 
 ff i? 1,7  vogelartige Löwe so lebendig gescliil- 
E;  '  - 1-.  
  lll ',i dert, wie er im Flielien aufrecht auf 
 ß  i: ' J.      
_  N2 den Hinteifussen schreitend sieh nach 
   "i     seinem Feinde unibliekt, dass an seiner 
 Existeiizfähi ke'       
Fig. 17. Geflügelte aidlerküpfigß Gestalt. g  it kau? Zwmfelblälbt- Da 
Nhnrum gegen hat freilich die assyrische Kunst 
keine Schöpfung von solcher mystisch 
feierlichen, architektonisch grossartigen 
Majestät hervorgebracht, wie die Aegypter in ihrer Sphinx. Doch kommt 
dieser letztem ein anderes Gebilde assyrischer Plastik iin Eindruck ziem- 
lich nahe. Diess sind die kolossalen nienschenhituptigen und geflügelten 
Stier- oder Löwengestalten, welche als Portalwachter an den Eingängen der
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.