Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1642665
542 
Viertes Buch. 
Grossmutter verlangt nun nach dem Kinde. Ein Werk von ähnlichem 
Adel in Form und Ausdruck. Dagegen ist das Streben nach portrait- 
artiger Charakteristik in der trefflichen, aus Eiehstädt erworbenen be- 
malten Statue des h. Willibalti zu erkennen, die an naturalistiselier 
Feinheit und Schärfe den Werken Riemensehneiders verwandt ist. Die 
äusserste Uebertreibung dieses Hanges nach Charakteristik, wie sie oft 
ins phantastisch Karikaturhafte ansläuft, bezeichnen die Narrenstatuen 
vom Rathhails zu München, in denen eine tolle Faschingshlst lnit ener- 
gischem Humor zur Erscheinung kommt.  Wenn die Zeittracht bei 
Ivlargaretha. 
Freising. 
Von ei 
Altm- zu Mü 
xchen. 
den heiligen Gestalten angewendet wird, so erecheint auch diese hier 
minder eckig und bunt, als ancleriviirts, vielmehr in vollerem Fluss der 
Falten. S0 an den zierlichen bemalten Holzstatnen einer h. Barbara und 
lilargaretha (Fig. 166), welche das Museum zu Freising besitzt.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.