Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1642298
Erstes Kapitel 
Italienische Bildnerei im 
Jahrhundert. 
505 
Minder bedeutend, aber in ähnlicher Richtung voll schöner Nachklange 
des Ghibertfschen Styles erscheint Bcvzedeilo du Rovczzano. Von ihm 
besitzen die Uf fizien fünf aus dem Kloster der Salvi stammende lliarinor- 
reliefs aus dem Leben des h. Johann Gualbert, klare Compositionen von 
feiner Ausführung und einzelnen überaus lebendigen Motiven. Von ge- 
ringerem Werth ist die grosse Statue 
I des Evangelisten Johannes im Chor des 
Domes. 
K, ß Sehen wir uns weiter im toskani- 
ag;  ' sehen Gebiete um, so begegnet uns nur 
 in Lucca noch ein bedeutender Meister, 
Ä  der aber auch zu den trefflichsten des 
  i. ganzen Jahrhunderts gehört. Jllalleo 
t  1x7   Oivilali (1435-1501), über dessen 
  künstlerische Ausbildung wir Nichts 
 {y   f"  wissen, steht als einer der liebenswürdig- 
L XX X"   "i stcn und reinsten Vertreter der Plastik 
  ,ff dieser Epoche da. Dabei erreicht er 
I,  (fix: bisweilen eine freie Grossartigkeit der 
i N 4' Xi Gestalten, die den besten Gemälden des 
l  Domenico Ghirlandzijo nahe kommt. Zu 
lä  I1 seinen frühesten Werken ist das Grab- 
  . l   [C mal des Pietro da Noceto im Dom zu 
  via c ' Lucca vom Jahr 1472 zu rechnen, den 
  1 13'.  f  schönsten Arbeiten Mino's verwandt. 
K XI  Würdig und ausdrucksvoll ist die Ge- 
Yix     stalt des Verstorbenen; innig empfunden 
 l  ab die Madonna im Bogenfelde. Ebendort 
 lx  vom Jahr 1479 das Denkmal des Dome- 
X" ißl nico Bertini mit einer lebensvollen Por- 
  w traitbüste des Verstorbenen. Auf dem 
  7_ä_  I, um dieselbe Zeit entstandenen Taberna- 
Fig um S. Sebastian am Civimül kel der Sakramentskapelle ebenda sind 
Lucea. nur noch die beiden herrlichen. anbeten- 
den Engel vorhanden. Sodann arbeitete  
er von 1482-1484 den kleinen Tempel im linken Seitenschiif, wo. die. 
Statue des Sebastian (Fig. 161) den innigsten, an Perugino anklingenden 
Ausdruck zeigt. An dieses Werk schliesst sich gleich nach 1484 der 
prachtvolle Altar des h. Regulus an der rechten Seite des Chores. Die 
kandelaberlzaltenden Engel und die ltiadonna, sowie die drei Heiligen- 
Bened. da 
Rovezzano. 
Nlatteo 
Civitali.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.