Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1637570
Drittes Kapitel. 
Das mitllurc Asien. 
IIöfen der Tempel unzählige, überlebensgrosse Priestergestalten in feie-r- 
Iiehem Ernst an die Vorderlliiehe der Pfeiler gelohnt. In all (liesen 
Werken wird man nieht bloss die Uneriniiclliclikeit und Gewandtheit des 
ägyptischen llieissels, sondern auch oft die energische und grossartige Be- 
handlung (ler Formen bewundern, aber in geistiger Hinsieht zeugt die Mo- 
notonie in der Wiederholung derselben Gestalt und derselben Stellung, die 
typische Unbewegliehkeit der bildnerisehen Schöpfungskraft von dem- 
selben Mangel eines höheren Lebens, einer freieren Entwicklung. Stereo- 
typ und monoton ist auch hier der Charakter der ägyptischen Kunst. 
DRITTES 
KAPITEL. 
Asien. 
Das mittlere 
Babylon 
Ninive. 
Mittelasien ist nie ein abgeschlossenes Land gewesen, wie Indien 
und Aegypten. Vielmehr haben sich seit den ältesten Zeiten mächtige 
Völkerbewegungen, wechselnde Schicksale, erschütternde Katastrophen 
auf jenen weiten Gebieten in rascher Felge gedrängt. Die ältesten 
Staatcnbildungen begegnen uns an den Ufern der beiden Ströme Euphrat 
und Tigris, in dem weiten Alluvialbeckcn llliesopotamiens. Aus grauer 
Vorzeit ragt die Herrschaft des alten Babylon mit fast mythischen Um- 
rissen in die gesehiclitlic-lic Epoche hinein. Das Erbtheil seiner Macht 
geht gegen Ende des zweiten Jahrtausends vor Chr. auf das am oberen 
Stronilaufc des Tigris gelegene Ninive über, das etwa nach vierhundert- 
jähriger Herrschaft dem ncubabylouischen und medischen Reiche weichen 
muss. Mit Beginn des sechsten Jahrhunderts erheben sich die Perser 
zu Alleinhe1'1's(rl1ern der gesammtian Lande vom Indus bis zu den west- 
lichen (irenzen Assyriens, breiten sich über ganz Vorderasien, Syrien 
und Acgypten aus und (lrohen selbst der griechischen Freiheit den Unter- 
gang, bis auch sie der wvclttarobernden Kraft Alexanders zum Opfer 
fallen. 
Wie diese grosse Ländermasse ihn-eh gemeinsame Schicksale ver- 
bunden ist, so eint sie auch das Band einer innerlich verwandten Kultur. 
Lii b l: e, (iesch. der Plastik. 3 
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Um 
rische 
isse. 
Ueberreste 
der 
Denkmale.
        

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