Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1641612
icrtes Kapitel; 
Nordische Bildnorei der spätgothischcn Epoche. 
437 
Percy-Schrein im Münster zuBeverley und das Burghersh-Monument in 
der Kathedrale zu Lincoln, Werke aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. 
Aber seit 1350 vermögen selbst die mit alleln Aufwand hergestellten 
Monumente der Könige keinen höheren Eindruck mehr zu erreichen. Man 
muss nur in We stmin ster das prachtvolle Grabmal Eduards III. (T 1377) 
betrachten, der in seinen steifen Gewändern, dem breiten ausdinckslosen 
Gesicht mit straff herunterfallendem Haar und Bart und der fast ängstlichen 
Fig. 144. Eduard III. 
Westminster. 
Fig- 
145. William von Hntüeld. 
Kathedrale von York. 
Gleiehmässigkeit, mit der die Hände die Scepter seiner beiden Reiche 
halten, eher einem Eremiteil als (lemritterlichen Könige gleicht (Fig. 144). 
Auch das eben dort befindliche Monument seiner Gemalin Philippa 
(T 1369) ist kaum von höherem W erthe, denn die Gewandung ist ebenso 
monoton, der Kopf auffallend schwach in der Charakteristik und oben- 
drein durch die Flügelhailbe, deren geschiveifte Seiten ihr anscheinend 
aus dem Gesicht herauswaehsen, geradezu entstellt. Nur die Hände 
haben etwas Anmut-higes in der Bewegung. Ualgleieh ansprechender sind 
mehrere Grabfiguren von jung verstorbenen Kindern dieses Königs, so des 
William von Hatfield in der Kathedrale zu York (Fig. 145), des John von 
Elthanw, William von Windsor und der Blanche de 1a Tour in West-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.