Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1637406
Erstes Buch. 
Baumes thront. Die sitzende Stellung ist überall die vorzüglich be- 
liebte. Dabei wird in orientalischer Weise das eine Bein heraufgezogen, 
oder auf beiden unter-geschlagenen Beinen gehoekt. 
 Das organische Gefüge des Körpers, das Knoehengerüst, das Ge- 
flecht der Muskeln und Sehnen verselnvindet unter der Ilülle einer zer- 
fli-essenden Ueppigkeit (Fig. 3). Was auf markige Festigkeit, auf That- 
kraft imd Bestimmtheit des Willens hinweist, ist völlig unterdrückt: nur 
zu passivem Genussleben, zu (lämmeindem Träumen. sind diese Gestalten 
befähigt. Fast willenlos wie die Blume sieh auf ihrem Stengel schau- 
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kelt, wie das Blatt sieh im Winde beuregt, muthen sie uns an. Bezeichnend 
geilug werden in der Dichtung die Arme Saeontalzfs mit biegsamen 
Stenrreln vereliehen. Ein stunnfes Lächeln rleielnrültirr und stereot w, 
z: o l v ä n ca 
liegt auf den Zügen dieser (Jestaltrln (Fig. 4). 
Wohl 111a" man (reitend niaehen dass ein Zuo" von naiverAninuth die 
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besseren dieser Werke erfüllt, allein diese Anmuth ist keine geistig be- 
lebte keine von (in-danken oder Willenskraft durrhliaurlite; sie lässt sieh 
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höchstens mit der Lieblichkrait der Blumen des Feldes vergleichen; das 
lteieh sittlicher Selbstbestinnnunrr hat keinen Theil daran. Wo eine 
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