Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1639620
238 
Zweites Buch. 
rechneten Gewandnng wirksam contrastiren, bietet sie besonders in der 
sanften Neigung des Kopfes und der Wendung der schönen Arme das 
unübertrelllich lebenswahre Bild eines tiefen St-lilummers, in dessen Ruhe 
die vorhergegangene leidenschaftliche Elwegung liineinkliilgt. 
Schlafende Ariadne. 
V ati c m" 
sehe 
Lik. 
Neben dieser glänzenden Nachblüthe griechischer Plastik entwickelt 
sich nun auch etwa seit dem Ende der Republik eine eigenthümlieh 
römische Bildnerei. Dem realistischen Charakter dieses weltbezwin- 
aits. 
genden Volkes gemäss, findet dieselbe ihren Schwerpunkt in Portraits 
und historischen Darstellungen. 
'Die römischen Bildnisse unterscheiden sich von den griechischen 
durch ein schärferes Hervorheben des Individuellen, durch ein tieferes 
Eingehen auf das Besondere der Einzelerseheinung. In erster Linie stehen, 
hier die Statuen der Kaiser. Wo dieselben in strenger Beobachtung der 
römischen Auffassung einfach realistisch dem Leben nachgebildet werden, 
da haben sie entweder die Friedenstraeht der Toga, die zur Andeutung 
des Priesterthulns über den Kopf gezogen wird und in dieser stereotypen 
und effektreiehen Aiwrduuug stets wiederkehrt ("statuae togatne"), oder
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.