Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1639458
ittes Kapitel. 
Die Bildne 
rei bei 
den Etruskern. 
921 
Vase des Ualenus Cfanoleizes- mit den Relieffigüreheil auf dem flachen 
Boden zeigt schon das Gepräge der Zeit, wo griechische Anschauungen 
einen überwiegenden Einfluss auf die etruskisehe Kunst gewonnen 
hatten.  
Was uns an Einarbeiten erhalten ist, reicht zum Theil ebenfalls in 
hohes Alterthum hinauf. Von den noch entschieden orientalisirenden 
Werken (lieser Art ist eben (S. 63) geredet werden. Dort hat auch die 
berühmte Ohimaera von Florenz ihre Erwähnung gefunden. Kaum minder 
primitiwr ist die eherne Wölfin, im Museum des Capitols zu Rom (Fig. 90), 
ein Werk von herber Form und übertrieben scharfer Behandlung, aber in 
kräftiger und wirksamer Naturauffassung (lurehgeführt. "Wenn uns darin 
das im Jahre 295 v. Chr. am ruminalisehen Feigenbaum errichtete Votiv- 
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Eheme WVölün. 
Museum des Capitnls. 
bild erhalten ist, so giebt dasselbe einen, übrigens nicht als unwahr- 
scheinlich zurückzuweisenden _Anhalt für die damalige Beschaffenheit der 
italisehen Erzplastil; in Rom. Für die Hauptstädte Etruriens würde damit 
freilich noch Nichts bewiesen sein; denn wenn dreissig Jahre später die 
Stadt Volsinii bei ihrer Eroberung durch die Römer gegen ziveitausend 
eherne Statuen aufweisen keimte, so wird dort die Technik des Erzgusses 
gewiss bereits eine höhere Stufe der Vollendung erreicht haben, als in der 
Wölfin zu erkennen ist. Ausserdem wissen wir durch Plinius, dass die 
Etrusker statt der früheren Thonfiguren in ihrer glänzendsteil Zeit ver- 
goldete Erzbilder auf den Tempelgieloveln anbraehten; ebenso Vßfstandgn 
sie sowohl gewaltige Kolosse als zierliche Statuetteil zu giessen. Von 
alledem ist freilich nur Weniges auf uns gekommen.
        

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