Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1639335
Zweites Kapitel. 
Die griedhischo Plastik. 
Geschieht] 
le Entwicklung. 
209 
aber Alexander schon bei Lebzeiten in's Heroische erhoben wurde, so 
lässt sich nicht absehen, warum nicht sein so plötzlicher und fast myste- 
riöser Tod der Kunst der Diadochenzeit das Motiv zu einer pathologischen 
Darstellung habe geben sollenft) Damit stimmt die effektvolle Auf- 
fassung und Behandlung des Kopfes. 
Endlich wird dieser Zeit die berühmte lllarmorgruppe der Ringer in 
der Tllribuna der Ullizien zu Florenz angehören (Fig. S7). Es sindßzwei 
Fig. 87 
Gruppe der Ringer. 
Florenz. 
Jiinglingsgestalteu, mit Anspannung aller Kräfte eines gymnastiseli 
(lurehgehiltleten Körpers ringend dargestellt. ABeide sind miteinander 
S0 künstlich verselihlngen, dass die Gruppe von allen Seiten sich 
sehön aufbaut und die Körper sich (loeh überall klar voneinander lösen. 
Der Unterliegende erscheint zwar augenblicklich im Nälßlltlleilß, jedoeh 
nicht so, dass die Sache bereits entschieden wäre. Vielmehr hält die 
Ungewissheit des Ausgangs den Betraehtenden in ähnlicher Spannung, wie 
in den Ringsehulen die. Zuschauer bei solchen Seenen. Die Kunst hat 
Ü Vergl. hierüber C. v. Liilzoza, Münchener Antiken, Lief. 1. (München 1861) 
lci Gelegenheit einer verwandten Terracotte. der Münchener Sammlungen. 
Lübke, Gesch. der Plastik. 14
        

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