Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1639204
196 
Buch. 
Zweites 
grösser als er selbst, wie ein kleiner Herkules am Ielalse gepackt hielt und 
mit den nervigen Acrmcheil an sich drückte. Die frische Anmuth, das 
heitere Spiel kindlicher Ungebundenheit in dieser (lruppe ist in glücklich- 
ster Lebendigkeit ausgedrückt. 
Von ähnlichem Geiste sind manche andere Werke des Alterthums 
erfüllt, die uns in Nachbildungen mehrfach begegnen. S0 der Dornaus- 
zieher im capitolinischen Museum zu Rom (Fig.  der in Wahrheit der 
rj 
Fig. 83. 
Dornauszim 
Kapitol. 
Bewegung, in feiner Naturemptindlmg eine Reinheit und Einfachheit zeigt, 
welche auf diese Epoche hinzuweisen scheint. Dahin gehören auch die 
Knöehelspieleriilnen, die man in manchen Museen ündet. "Werke dieser 
Art", sagt Weleker, "athmen schon seit der blühendsten Zeit der griechi- 
sehen Kunst den Geist der Idylle." 
Ein anderes Werk griechischen Meissels, der berühmte barberinisehe 
Faun" in München, scheint wegen seines grossartigen Formeneharakters, 
in welchem sieh gleielnvohl der einfache Inhalt eines Genremotivs kund 
giebt, noch dem Ausgange dieser Epoche anzugehören. Es ist ein jugend- 
lieher Faun, der vom Wein überwältigt auf einenFelsen hingesunken ist 
und seinen Rausch aussehläft. Das "geistreiehste Bild der Trunkenheit, t"
        

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