Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1638933
Zweites Kapitel. 
Die griechische Plastik. 
Geschichtliche Entwicklung. 
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Uflizien aufbewahrt wird. Sie bestand aus der Mutter mit der jüngsten 
'l'0chter, drei andern Töchtern, dem Pädagogen mit dem jüngsten Sohne 
und fünf andern Söhnen. Dazu hat sich der siebente Sohn in einer andern 
tlorentiner Statue nachweisen lassen, während die angebliche Niobetochter 
in Berlin schwerlich dazu gehörte. Iin Ganzen haben wir die Mutter mit 
sechs Söhnen und drei Tlöehtern sammt dem Pädagogen als sicher anzu- 
nehmen. Vermuthlich ist damit aber die Gruppe noch nicht vollständig, 
da die U eberlieferungen von sieben Söhnen und eben so vielen Töchtern der 
Niobe sprechen.  Was die herrliche Statue des sogenannten Ilioneus 
in der Glyptothek zu München betrifft, so ist sie allerdings an Adel und 
Schönheit, an zartester Empfindung in Darstellung eines schönbexwicgten 
jugendlichen Körpers, an höchster Vollendung in der Linienführung so 
hoch über allen andern Statuen dieser Gruppe erhaben, dass sie als eins 
der vorzüglichsten liieisterwvcrke äeht griechischer Arbeit, nicht als Copic 
zu betrachten ist. Oh sie dagegen einer Niobidengi-uppe angehört hat, 
lässt sich mit Bestimmtheit weder bejahen noch verneinen. 
Betrachten wir nun das Vorhandene, so müssen wir uns jedenfalls 
die grossartige Gestalt rlerMutter als Mittelpunkt der Composition (lenken. 
Die Com- 
position 
        

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