Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Plastik von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart
Person:
Lübke, Wilhelm
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1636711
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1638707
146 
Zweites B1 
Künstler 
Kunstwerke 
u n d 
Peloponnes. 
Neben Athen tritt in dieser Zeit Arges als Mittelpunkt einer zweiten 
bedeutenden Schule auf. An der Spitze derselben steht des Phidias jün- 
gerer Zeitgenosse und Mitschüler bei Ageladas, Polyklel von Sikyon. In 
ihm gipfelt die Kunstrichtung des Peloponnes und gelangt zur Höhe voll- 
endeter Freiheit. Gegenüber 
 dem Idealismus der attischen 
 V f] " Schule haben die Plastiker des 
ßxxx____ f?  Peloponnes stets mehr den 
I" I, künstlerisch (lurehgebildeten 
K    Naturalismus als Ziel verfolgt. 
x 1. ) Polyklet nimmt mit hoher Be- 
lt    gabung dieses Streben auf und 
M' (Jllex V verleiht ihm diejenige Vollen- 
g f"  i"! l  dung, deren dasselbe fähig war. 
 "75 Der Schwerpunkt seines Schaf- 
 z], fens liegt nicht sowohl in Ideal- 
lf   1 schöpfungen als vielmehr in der 
I   unübertreifliehen Durehbildimg 
lx  menschlicher Körpersehönheit. 
f?  Vor Allem ist es die elastische, 
X durch Gynniastik harmonisch 
V-XX ÄK entwickelte Schönheit männ- 
WV x im heher Jugend, die er darzustel- 
 V, ich len liebt. Seine berühmtesten 
 V f; l  Werke gehörten dieser Gattung 
1 m l an. S0 der Speerträger (Dory- 
 d l phoros) und mehr noch der Dia- 
  l dumenos. ein schöner Jüngling 
7x1" X von mehr weichen, wie jener 
Xnfß  erste bvonhniqihr käaftigen 1001-- 
      men, esc ä igt, ie Binde um 
Fig. G]. Diadumenos, nach Izolyklet. das Haupt zu knüpfen" von 
Perl. Fnrnese zu Rom. der leichten Anmuth dieser Ge- 
stalt geben spätere ltlarmor- 
  nachbildungen, wie die im Pa- 
last Famese zu Rom, eine Vorstellung (Fig. 61). Nicht minder berühmt 
war ein Apoxyoinenos, d. h. ein Athlet, der mit dem Schabeisen sich von 
dem Staube der Palästra reinigt; ferner zwei. nackte Knaben, die mit
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.